Wormser Squasher werden Deutscher Vizemeister

Die Wormser Squasher feiern in Bremen beim Endrunden-Turnier der Deutschen Meisterschaft den Vizemeistertitel. Foto: Michael Wallmann

Die Nibelungenstädter haben im Finale mit Personalproblemen zu kämpfen. Paderborn im Finale gegen die Black&White-Spieler zu stark.

Anzeige

BREMEN. (stma). Am Ende der Saison blieben vier Halbfinalisten übrig. In Bremen kämpften die Squasher von Black&White Worms mit der SquashFactory Saar-Pfalz, Paderborn und Diepholz um den Titel der Deutschen Meisterschaft. Im Finale trafen die Dauerrivalen Worms und Paderborn aufeinander – mit dem besseren Ende für das Team aus Nordrhein-Westfalen.

Die Endrunde startete für die Wormser mit einer Hiobsbotschaft. Mohamed Elshorbagy (Weltrangliste 5) und Nick Matthew (ehemaliger Weltranglistenerster) mussten ihre Teilnahme aufgrund von Covid-Erkrankungen absagen. Der für Worms gemeldete walisische Nationalspieler Elliott Morris-Devret sprang ein und bildete mit den Nationalspielern Yannik Omlor und Valentin Rapp sowie Teamcaptain Jens Schoor die „geschrumpfte“ Mannschaft der Wormser. Im Halbfinale blieb Diepholz gegen die Black&White-Spieler dennoch ohne Chance. Lediglich Valentin Rapp gab beim klaren 4:0-Sieg einen Satz ab.

Finalgegner Paderborn war jedoch ein anderes Kaliber, der Titelverteidiger hatte alle Top-Spieler an Bord. Gleich im ersten Match zeigte Jens Schoor allerdings, dass die Nibelungenstädter nicht bereit waren, sich kampflos ihrem Schicksal zu ergeben. Gegen Tschechiens ehemaligen Junioren-Europameister Viktor Byrtus ging das Spiel über 70 Minuten und fünf Sätze, ehe sich Paderborns Nummer vier den Siegpunkt gutschreiben lassen durfte. Im anschließenden Spiel trafen mit Paderborns Raphael Kandra und Yannik Omlor zwei Nationalmannschaftskollegen und die beiden Ersten der Deutschen Rangliste aufeinander. Kandra gewann die ersten beiden Sätze, ehe Omlor Satz drei für sich entscheiden konnte. Dies hatte ihn aber viel Kraft gekostet – Satz vier und der Punkt gingen an Paderborn.

Gute Leistung der Wormser wird nicht belohnt

Anzeige

Mit einer 2-0 Führung im Rücken ging Paderborn Simon Rösner in sein Match gegen Valentin Rapp. Nach Anlaufschwierigkeiten, und einer starken Leistung des Wormser Nationalspielers, ging Satz eins nach fast 30 Minuten Spielzeit mit 17:15 an den Paderborner. Die Sätze zwei und drei gewann Rösner ebenfalls (jeweils 11:7), was ihm den Sieg und Paderborn den erneuten Titelgewinn bescherte. Das letzte Spiel zwischen Paderborns Dimitri Steinmann und Elliott Morris-Devret wurde nicht mehr ausgetragen, da die Titel-Entscheidung bereits gefallen war. Die Reaktionen nach Spielschluss: Jubel auf der einen Seite, aber keineswegs Enttäuschung auf der anderen. Aufgrund der personellen Situation und der Art und Weise wie sich die Wormser Spieler im Finale präsentiert hatten, sah man auch bei den Domstädtern zufriedene, wenn auch ziemlich erschöpfte Gesichter.