Sportredakteur Oliver Strerath stellt seine Lilien-Elf des...

aus SV Darmstadt 98

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Die Lilien-Elf des Jahrzehnts von Sportredakteur Oliver Strerath. Foto: vrm/kl

"Peter Niemeyer trug die Lilie im Herzen."

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DARMSTADT. Vor allem im Tor hatte der SV 98 in den vergangenen zehn Jahren stets Qualität. Entsprechend fällt es schwer, sich auf eine Nummer eins festzulegen. Jan Zimmermann? Christian Mathenia? Michael Esser? Daniel Heuer Fernandes! Warum der Deutsch-Portugiese? Weil er die konstantesten Leistungen brachte, dem SV 98 aus diesem Quartett die meisten Punkte durch seine Paraden sicherte.

Abwehr

In der Abwehr führt kein Weg an Aytac Sulu vorbei, der über Jahre der Anführer und Abwehrchef der Lilien war - dazu ein sehr torgefährlicher. Die rechte Abwehrseite wird von Leon Balogun besetzt. Er war schlichtweg der beste Spieler, den der SV 98 in jüngster Vergangenheit auf dieser Position hatte. Trotz eines Florian Jungwirths. Oder eines Sandro Sirigus. Wie andere seiner erfolgreichen Teamkameraden aus den frühen Jahren der Dekade - etwa Torschützenkönig Dominik Stroh-Engel, Marco Sailer, Elton da Costa - steht Sirigu ein wenig nach. Neben Sulu verteidigt Romain Brégerie. Auf der linken Seite fällt die Wahl Luca Caldirola, der zwar nur ein Jahr am Böllenfalltor war, aber keine Spielminute verpasste und vielseitig einsetzbar war.

Mittelfeld

Im Mittelfeld finden sich zwei aktuelle Lilien-Profis wieder: Marcel Heller, der sein Markenzeichen (seine Schnelligkeit) in Darmstadt wieder flottbekam. Und Tobias Kempe, der so viele wichtige Tore für den SV 98 schoss und noch immer schießt. Hinzu gesellt sich mit Peter Niemeyer ein Spieler, der die Lilie im Herzen trug - was ihm auf dem Platz anzumerken war. Jerome Gondorf und Hanno Behrens komplettieren das Mittelfeld. Im wahrsten Sinne des Wortes, durch ihren Spielwitz und Einsatzwillen.

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Sturm

Im Sturm ist Sandro Wagner die erste und einzige Wahl. Seine 14 Treffer zum Bundesliga-Klassenerhalt waren herausragend. Und extrem wertvoll. Der Angreifer empfahl sich in Darmstadt für die Nationalmannschaft (er bestritt nach seinem Abschied vom Böllenfalltor acht Länderspiele) und für die Konkurrenz, was den Lilien eine Rekordsumme (Hoffenheim zahlte 2,88 Millionen Euro) in die Kasse spülte. Der Trainer des Jahrzehnts: Dirk Schuster. Sein Name ist mit dem Aufschwung eng verbunden.