Meinung

Lilien-Kommentar: Zehn Minuten

Jan Felber
Der Darmstädter Marvin Mehlem reagiert nach einer vergebenen Torchance.  Foto: Roland Weihrauch/dpa

Der SV Darmstadt 98 hat das Spiel bei Fortuna Düsseldorf ganz am Anfang vergeigt. Möglich ist immer noch alles, meint Jan Felber.

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Der SV Darmstadt 98 hat bei Fortuna Düsseldorf verloren – und man muss es klar und deutlich sagen: Er hat diese Partie in den ersten zehn Minuten vergeigt. Da waren die Lilien absolut nicht auf dem Platz, da ließen sie zwei ganz billige Tore zu. Davon erholten sie sich nicht mehr, auch wenn es am Ende noch mal richtig spannend wurde. Es bleibt zu hoffen, dass man nach dem letzten Spiel am kommenden Sonntag gegen den SC Paderborn nicht sagt: Hätte es diese zehn Minuten nicht gegeben, es wäre alles möglich gewesen. Das ist es freilich immer noch – egal, wie die Konkurrenz am Wochenende spielt.

Letztes Spiel gegen den SC Paderborn am Böllenfalltor

Die anderen Teams müssen aber auch erst mal gewinnen, und dass es Mannschaften gibt, für die es um nichts mehr geht, die aber trotzdem unheimlich viel Lust auf Fußball haben, dafür war die Fortuna der beste Beweis am Freitag. Die Fans feierten ihr Team, als wäre es gerade auf Platz drei gesprungen. Die Lilien-Fans taten es ihnen freilich gleich, auch sie verabschiedeten ihre Mannschaft mit dem gebührenden Respekt. Am nächsten Sonntag werden die meisten von ihnen wieder am Böllenfalltor sein – und es wäre nicht das erste Mal, dass Totgesagte länger leben. Eine bessere Ausgangsposition wäre freilich allemal möglich gewesen – hätte es diese zehn Minuten am Freitagabend nicht gegeben.

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