SV Gimbsheim feiert Sieg nach dramatischer Schlussphase

Vorübergehende Schieflage: Gimbsheims Christian Wolsiffer (schwarzes Trikot) kreuzt die Bahn des Alzeyers Damian Szymkow. Foto: BilderKartell/Christine Dirigo

Landesligist SV Gimbsheim überflügelt RWO Alzey 3:2 auf letzten Metern und macht dabei zwei Eigentore wett.

Anzeige

GIMBSHEIM. Der Jubel kannte keine Grenzen. Zwei Mal war Fußball-Landesligist SV Gimbsheim gegen die Gäste der SG RWO Alzey in Rückstand geraten. Doch die Altrheiner glichen jeweils aus – und setzten in der Nachspielzeit noch einen Treffer drauf. Drei, vier Minuten musste der SVG noch zittern.

Dann endlich pfiff der Schiedsrichter die Partie vor rund 200 Zuschauern im schmucken Gerhard-Oswald-Stadion ab. Der 3:2 (0:0)-Sieg, der zweite Erfolg im zweiten Spiel, war eingetütet. Kein Wunder – dass der Jubel darauf noch einmal ausbrach.

War der Unterhaltungswert in der ersten Halbzeit noch äußerst bescheiden, so überschlugen sich nach Wiederbeginn förmlich die Ereignisse in der kampfbetonten Partie. Belel Meslem, der starke Offensivmann der Elf vom Wartberg, trat einen seiner zahlreichen Standards – diesmal einen Freistoß. Der Ball segelte aus rund 25 Metern schräg in den Strafraum, RWO-Spielertrainer Max Kimnach und SVG-Mittelfeldspieler Mauzinho Albino sprangen in der Mauer zum Kopfball hoch, Letzterer erwischt den Ball unglücklich und köpfte die Kugel ins eigene Tor – 0:1 (52.).

Der Gimbsheimer Co-Trainer Niels Magin, der seinen Chef Steven Jones (war nur Zuschauer wegen einer Fortbildung unter der Woche) vertrat, bewies mit der Hereinnahme von Adriano Fragomeli nach der Pause ein glückliches Händchen. Der flinke und ballsichere Angreifer besorgte nach feinem Solo den Ausgleich – 1:1 (65.).

Anzeige

Niels Magin: „Wir hatten den größeren Willen“

„Wir laufen weiter an“, forderte Niels Magin in der zweiten Trinkpause (68.). Aber wieder war das Pech auf Seite der Gastgeber. Einen Schuss von Meslem fälschte SVG-Verteidiger Christian Wolsiffer ab. Bei diesem erneut unglücklichen Eigentor gegen den SVG sah Keeper Robin Assel, der den Ball nicht energisch genug festhalten konnte, nicht gut aus (79.). Dass den Hausherren dann doch noch die Wende gelang – damit hatten wohl nur die kühnsten Optimisten gerechnet. Kapitän Sebastian Schulz traf zunächst zum Ausgleich (80.). Dann schließlich die dramatische Schlussphase: SVG-Mittelfeldspieler Pascal Renner machte seinem Namen alle Ehre, zog auf dem Flügel unwiderstehlich davon, legte quer. Angerauscht kam Fragomeli und vollendete zum viel umjubelten 3:2. „Wir haben lange gebraucht um ins Spiel zu kommen. Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, war nicht gut“, räumte SVG-Coach Magin ein. Aber: „Wir hatten am Ende den größeren Willen.“

SV Gimbsheim: Assel – Wolsiffer, Wesner, Siebert, Meis (46. Müller) – P. Renner (90.+4 Jünger), Schwind (46. Fragomeli), R. Renner, Albino, Bach – Schröher (83. Schulz).