Gegen Grünstadt gleicht Gimbsheim drei Mal den Rückstand aus

Alle gegen einen: Zwischen den Gimbsheimern Markus Moh Amar (li.), Mauzinho Albino und Rico Renner (re.) bleibt Grünstadts Christopher Lampert wenig Spielraum. Foto: pakalski-press/Dirigo

Die Moral stimmt bei den Landesliga-Fußballern des SV Gimbsheim. Gegen den VfR beweist die Elf von Trainer Steven Jones ihren Siegeswillen. Die Gegentore fallen aber zu einfach.

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GIMBSHEIM. Vier Spiele hat der SV Gimbsheim in der laufenden Saison noch in der Nord-Staffel der Fußball-Landesliga zu bestreiten. Und es zeichnet sich ab: Weitergehen wird es für die Truppe der Trainer Steven Jones und Niels Magin im kommenden Jahr in der Abstiegsrunde. An dieser Richtung vermag vermutlich auch das 3:3 (1:2) vom Sonntag im Heimspiel gegen den VfR Grünstadt nichts zu ändern. Der Sprung unter die ersten vier Mannschaften, was die Teilnahme an der Meisterrunde bedeuten würde, wird jetzt in jedem Fall ganz schwer. Das Unentschieden dürfte zu wenig bleiben.

„Das ist vorbei.“ Steven Jones zeigt sich sogar schon überzeugt, dass es mit dem Sprung unter die ersten vier nichts mehr werden kann. „Dafür haben wir in den letzten Spielen zuviel liegen lassen.“ Einen Vorwurf machen mochte er seiner Elf zumindest mit Blick auf die Einstellung vom Sonntag nicht. Denn Moral haben sie, die Kicker vom Altrhein. Drei Mal gerieten die Gimbsheimer in Rückstand, drei Mal gelang der Ausgleich. Wobei speziell das frühe 0:1 durch Armin Mujevic (7.) in den Augen von Jones exemplarisch für die gesamte bisherige Saison war. Nach einem Freistoß sprang der Ball von der Latte zurück ins Feld, wo sich der Gästeangreifer als handlungsschneller erwies. Jones: „Das passiert uns einfach zu oft.“

Zurück kamen die Altrheiner aber eben immer wieder. Erst durch Peter Bähr, der einen schönen Spielzug perfekt abschloss (25.). Das 1:2 durch Marco Sorg (40.) beantwortete Markus Moh Amar nach der Pause, als er einen von Nico Müller an ihm selbst verschuldeten Foulelfmeter im Nachschuss einnetzte (56.). Und fünf Minuten vor Ende war es Rico Renner, der nach einem Freistoß noch per Kopf die richtige Antwort auf das zwischenzeitliche 2:3 durch Jurica Antonovic (70.) hatte.

Dennoch: Der Zug nach oben scheint abgefahren, was Jones letztlich an den immer wieder vermeidbaren Gegentoren festmacht. „Wir kassieren die Tore immer zu einfach“, so der Coach. Übersehen mochte er aber nicht, dass sich seine Mannschaft von der Mentalität her bestens präsentiert hatte. „Man hat gesehen, dass sie unbedingt gewinnen wollen.“ Und in der Nachspielzeit hatte Jones die Faust zum Torjubel sogar noch mal geballt: „Da müssen wir eigentlich sogar das 4:3 machen.“ Allein vor dem gegnerischen Kasten verdaddelte aber Markus Moh Amar.