Wormatia-Trainer Mehring kritisiert die Einstellung

Wieder nicht chancenlos, aber wieder zu fehlerhaft. Verdient musste sich Regionalligist VfR Wormatia Worms in Fulda geschlagen geben. Den Trainer macht das sauer.

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FULDA. Fehler kosten im Fußball bekanntlich Punkte. Diese bittere Erfahrung musste Regionalligist VfR Wormatia Worms nun auch wieder bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz machen. 1:4 (0:2) verlor die Mannschaft von Maximilian Mehring bei den Osthessen. Verdient, aber mit der Art und Weise konnte der 36-Jährige überhaupt nicht zufrieden sein. "Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir in vielerlei Hinsicht überhaupt nicht stattgefunden", bemängelt der Trainer die Einstellung und Körpersprache seiner Spieler. "Das geht so nicht", stellt Mehring klar.

Trainer Max Mehring kritisiert Einstellung

Dass er die Wormatia-Startelf auf einigen Positionen verändern musste - Kapitän Lennart Grimmer, Nils Fischer, Melvyn Lorenzen fehlten krankheitsbedingt, Henrique saß nach einer Woche ohne eigenes Training nur auf der Bank. Luis Kiefer, Jannis Reuss, Elias Hozemer und Felix Hache starteten - lässt der 36-Jährige nicht als Ausrede gelten: "Alle im Kader haben den Anspruch, Regionalliga zu spielen", sieht sich der Coach künftig gezwungen, "genau hinzuschauen, wer auch wirklich bereit ist, auf dem Platz alles für den Verein zu geben". Harte Worte nach 45 Minuten, in denen die Gäste fast durchgängig hinterherliefen. "Uns hat völlig die Klarheit im Spiel gefehlt", bemängelt Maximilian Mehring, der von außen machtlos zusehen musste, wie seine Elf sich einmal mehr selbst um Punkte brachte. "Die ganze Woche hatten wir das zum Thema, da verstehe ich nicht, wie sowas dann direkt wieder passieren kann", ärgert sich der 36-Jährige darüber, dass seine Spieler in engen Situationen den Ball nicht klar aus der Gefahrenzone spielten.

Erst aber brachte ein Eckball den VfR ins Hintertreffen. Den Kopfball von Eric Bastos konnte Ricco Cymer nicht mehr vor der Linie parieren (27.), ehe ein Missverständnis zwischen Cymer und Elias Holzemer das 0:2 besorgte. Beide Wormatia-Kicker rechneten hierbei damit, dass der jeweils andere den frei liegenden Ball spielen würde. Eine Slapstick-Einlage aus der Kategorie "Nimm du, ich hab ihn sicher", die Trainer Mehring als klaren Torwartfehler einordnet: "So ehrlich und selbstkritisch müssen wir einfach sein."

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Vier Wechsel in der Halbzeitpause

Neben einer unmissverständlichen Kabinenansprache, kehrte die Wormatia auch mit vier Neuen aufs Feld zurück. "Wir wollten so nochmal neue Impulse setzen und eine Reaktion war auf jeden Fall erkennbar", hält der 36-Jährige fest. Wenngleich auch die Hausherren weiterhin ihre Chancen hatten, spielte der VfR nun munter mit.

Alexander Shehada belohnte mit seinem Tor die Bemühungen der Gäste (55.). "Danach hatten wir einige Möglichkeiten zum Ausgleich", sagt Mehring, ehe ein fataler Querpass im Mittelfeld die Drangphase beendete. Marius Löbig dribbelte mit dem Ball in den Strafraum und stellte auf 3:1 (67.). "Brutal ärgerlich", so Mehring, dessen Team sich davon nicht mehr erholte. Per Volley-Abnahme traf Dominik Wüst zum Endstand (78.). Das Beste aus Wormatia-Sicht: Abwehrchef Jean-Yves M'voto kam nach überstandener Verletzung für die Schlussviertelstunde auf das Feld.

Alles in allem jedoch wieder ein bitterer Nachmittag für den Aufsteiger, der erneut Schützenhilfe leistete. Dass man phasenweise gut habe mitspielen können und sich nur durch eigene Fehler auf die Verliererstraße gebracht habe, für Maximilian Mehring ein Fakt, aber kein Alibi: "Ja, für das was wir bislang gespielt haben, haben wir zu wenig Punkte. Aber wir dürfen uns jetzt nicht in die Tasche lügen, dass wir auf Augenhöhe sind und dem Irrglaube folgen, dass alles von selbst wieder gut wird. Dazu gehört immer sehr viel Arbeit und allen voran die richtige Einstellung zum Spiel", findet der Trainer klare Worte.