Nun also doch: FCK entlässt Sportdirektor Notzon

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Ist nicht länger Sportdirektor beim 1. FC Kaiserslautern: Boris Notzon Archivfoto: dpa

Wenige Tage nachdem Geschäftsführer Sport Thomas Hengen beim 1. FC Kaiserslautern seine Arbeit aufgenommen hat, fällt er nun bereits die erste weitreichende Entscheidung.

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KAISERSLAUTERN. Vor einer Woche sagte Thomas Hengen bei seiner Vorstellung als neuer Geschäftsführer Sport des Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern, dass er sich alle Themen, alle Personalien, alle Problemfelder in Ruhe ansehen möchte und Zeit brauche. Eine Woche später gibt es erste Nägel mit Köpfen. Mit sofortiger Wirkung hat Hengen den bisherigen Sportdirektor Boris Notzon, dessen Vertrag noch bis Saisonende Gültigkeit hat, von seinen Aufgaben freigestellt.

Notzon geriet zuletzt verstärkt in die Kritik, weil der von ihm zusammengestellte Kader erneut nicht das auf den Platz bekommt, was man vor der Saison erwartet hatte – trotz vergleichsweise großen Budget. Beim jüngst vollgezogenen Trainerwechsel von Jeff Saibene zu Marco Antwerpen war Notzon bereits nicht mehr involviert gewesen.

Notzon seit 2014 beim FCK

„Boris Notzon hat sich in den vergangenen sieben Jahren voll und ganz in den Dienst des 1. FC Kaiserslautern gestellt und sich stark mit unserem Club identifiziert. Nach der Umstrukturierung in der Geschäftsführung hat sich der FCK im Bereich der sportlichen Leitung jedoch neu aufgestellt, so dass die Position des Sportdirektors in der aktuellen Konstellation in der 3. Liga nicht mehr darstellbar ist“, sagt Hengen.

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Notzon kam 2014 zum FCK, zunächst als Chef-Scout, übernahm dann aber 2017 die Rolle des Sportdirektors, nachdem Uwe Stöver den Verein überraschend verlassen hatte. Notzon war somit – später dann auch in Zusammenarbeit mit Martin Bader oder Soeren Oliver Voigt – für die Kaderplanung verantwortlich. Für viele Fans ist er zum Sinnbild der sportlichen Talfahrt geworden.

Von Tommy Rhein