FCK-Schlussspurt startet in Unterhaching

aus 1. FCK

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FCK-Kapitän Carlo Sickinger wird nach seiner Verletzung in Unterhaching wieder im Kader stehen. Foto: René Vigneron

Drei Spiele in acht Tagen warten noch auf den 1. FC Kaiserslautern. Gut, dass sich die personelle Situation deutlich entspannt hat.

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KAISERSLAUTERN. Unterhaching, München, Uerdingen. Drei Spiele warten noch auf den 1. FC Kaiserslautern, ehe es in die Mini-Winterpause geht. Noch einmal alles geben, um die Ausgangssituation für die dann verbleibenden 21 Spiele möglichst positiv zu gestalten. Den Anfang macht das Gastspiel bei der Spvgg. Unterhaching am Freitagabend (19 Uhr), ehe am Dienstag der Klassiker gegen 1860 München und am 19. Dezember das Gastspiel beim KFC Uerdingen wartet. Ein strammes Programm also.

Gut, dass FCK-Trainer Jeff Saibene wieder mehr personelle Optionen hat. Mit Kapitän Carlo Sickinger und Außenverteidiger Philipp Hercher kehren zwei potenzielle Stammkräfte in den Kader zurück. Ob sie spielen werde, verriet der Coach nicht. Lieber lässt er den kommenden Gegner im Unklaren. Schließlich bieten sich für Sickinger alleine drei Möglichkeiten. Der Kapitän könnte in die Innenverteidigung zurückkehren, wo in seiner Abwesenheit Janik Bachmann und Kevin Kraus jedoch einen guten Job machten. Sickinger könnte also auf die Rolle des Sechsers rücken und entweder Hikmet Ciftci, der gegen Duisburg einen gebrauchten Tag hatte, oder Tim Rieder ersetzen. Denkbar wäre Sickinger auch als Rechtsverteidiger, wo aber auch Philipp Hercher sein Zuhause hat – und wo Marius Kleinsorge, wie Saibene bei der PK am Mittwoch nochmals betonte, gegen Duisburg eine sehr gute Leistung erbracht hatte.

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Womöglich gibt es personelle Konsequenzen

„Wir machen uns unsere Gedanken“, hielt sich Saibene bedeckt. Nach dem alles in allem enttäuschenden 2:2 am vergangenen Samstag sprach er noch davon, womöglich personelle Konsequenzen ziehen zu wollen. Nicht unwahrscheinlich, dass es nun auch so kommen wird. Daniel Hanslik, Marlon Ritter, Ciftci – die Liste derer, die gegen Duisburg enttäuschten, ist lang. „Wir haben defensiv einige Fehler gemacht, die zu den beiden Toren führten. Das war zuvor nicht so passiert“, blickte Saibene nochmals zurück, lobte aber die gute Moral seiner Mannschaft, die in den Schlussminuten den Rückstand noch zu einem Unentschieden drehte.

„Das zeigt, dass die Jungs Moral haben und fit sind“, so Saibene. Dennoch hat auch der Trainer gesehen, dass die Mannschaft über weite Strecken einmal mehr nicht das umsetzte, was der Trainer seit Wochen fordert. Saibene wiederholte nochmals, er erwarte „mehr Präsenz in der Box“ und „mehr Gier und Willen, ein Tor zu erzielen“. Zu hart wollte er mit dem Team aber nicht ins Gericht gehen. „Ich kann ihnen nicht vorwerfen, dass sie nicht kämpfen oder keinen Biss hätten“, sagte der Trainer.

Saibene warnt vor „robuster“ Spielvereinigung

In Unterhaching wird all das wieder gefordert sein. Die Spielvereinigung steckt mit 13 Punkten – bei noch zwei ausstehenden Nachholpartien – knapp hinter dem FCK, ebenfalls im Tabellenkeller der Dritten Liga. „Sie sind im Moment sicher auch nicht so zufrieden“, sagte Saibene und warnte: „Unterhaching ist immer ein robuster Gegner mit robusten Stürmer und einer Mannschaft, die einen kreativen Fußball spielen will.“ Wie alle Gegner in dieser engen Liga, sei auch Unterhaching „ernstzunehmen“, wie Saibene betonte.

Einer, der den kommenden Gegner bestens kennt, ist Alexander Winkler. Der Innenverteidiger, dessen Start in Kaiserslautern von Verletzungen und Rückschlagen geprägt war, stand gegen Duisburg erstmals im Kader. Zum Einsatz kam er aber noch nicht. „Er ist seit ein paar Wochen im Training und strahlt Routine, Erfahrung und Präsenz aus“, lobte Saibene. „Aber wir waren defensiv meist auch sehr stabil und haben auf seiner Position mit Bachmann, Kraus, Sickinger und Andre Hainault eben auch einige Spieler zur Auswahl.“ Winkler wird wohl also weiterhin Eigenwerbung betreiben müssen, um seine Chance zu bekommen. Angesichts des straffen Programms kann das aber auch ganz schnell gehen.

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Von Tommy Rhein