Boyd lässt den Betze beben: FCK zerlegt Duisburg

aus 1. FCK

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Der Torschütze lässt sich feiern: Terrence Boyd bringt den FCK gegen Duisburg auf Kurs. Im Saisonfinale wollen die Pfälzer weiter punkten. Foto: imago/Kirchner-Media

Den Start in den Endspurt hätte sich der 1. FC Kaiserslautern wohl kaum besser wünschen können. Mit 5:1 schicken sie die Gäste nach Hause.

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KAISERSLAUTERN. Was für ein Ausrufezeichen im Aufstiegsrennen. Der 1. FC Kaiserslautern ließ am Samstag keine Zweifel aufkommen und besiegte den MSV Duisburg deutlich und verdiente 5:1 (1:0). Ein Dreierpack von Terrence Boyd (37./47./73.), sowie Tore von Marlon Ritter (59.) und Alexander Winkler (70.) besorgten einen Kantersieg, der den FCK wieder einen Schritt näher in Richtung Aufstieg bringt. Der Ehrentreffer der Gäste durch Kolja Pusch kam indes zu spät (86.).

Die eisigen Temperaturen konnten am Samstag wenig an der heißen Stimmung auf dem Betzenberg ändern. 28.105 Zuschauer pilgerten ins Fritz-Walter-Stadion, davon etwa 1000 Gäste-Fans aus Duisburg. Die Rückkehr der zahlreichen Ultra-Gruppierungen sorgte zudem für eine Stadion-Atmosphäre, wie man sie lange nicht erlebt hatte. Kein Wunder also, dass auch das Spiel von Beginn an ordentlich Tempo mitbrachte. Kaiserslautern agierte dabei mit drei Änderungen in der Startelf. Hikmet Ciftci und Daniel Hanslik ersetzten Felix Götze (Bank) und Kenny Prince Redondo (muskuläre Probleme). Für den gesperrten Co-Kapitän Hendrick Zuck gab Neil Gibs sein Startelf-Debüt in der Dritten Liga. Die Spielführerbinde trug Kevin Kraus.

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Duisburg ist wach, doch der FCK bleibt überlegen

Nach drei Minuten gab Ciftci, der gefühlt an jeder Aktion der ersten Halbzeit beteiligt war, den ersten Warnschuss ab. Wenig später hatte der Großteil der 28.105 dann erstmals den Jubelschrei auf den Lippen. Nach Vorlage von Philipp Hercher brachte Marlon Ritter den Ball im Fallen noch mit der Hacke auf das Tor, zielte dabei aber zu hoch (11.). Die Roten Teufel waren also deutlich am Drücker, spielten sehr zielstrebig. Duisburg war aber ebenfalls wach, wurde durch Konteraktion gefährlich. Beim Abschluss von John Yeboah (14.) und Orhan Ademi (18.) fehlten aber ein paar Meter. Der FCK blieb aber überlegen und hatte die Großchance zur Führung. Nach einer Freistoßflanke von Mike Wunderlich war Boyd mit dem Kopf zur Stelle, aber MSV-Schlussmann Leo Weinkauf parierte überragend (21.).

Es war der Schlusspunkt unter die erste Drangphase. Die Mitte der ersten Halbzeit war dann eher geprägt von vielen kleineren Fouls und Unterbrechungen. Fast aus dem Nichts gingen die Roten Teufel dann in Führung. Nach einem Hercher-Einwurf schickte Ciftci den Rechtsaußen direkt wieder auf die Reise, der fand in der Mitte Boyd - 1:0 (37.). Vor dem Pausenpfiff bediente Ciftci dann erneut Hercher, dessen Versuch mit der Hacke aber am Tor vorbeirollte (45.). Nach Wiederbeginn waren die Roten Teufel dann sofort präsent und legten den zweiten Treffer nach. Wieder war es Hercher, der sich stark durchsetze und erneut Boyd bediente, 2:0 für Kaiserslautern (47.).

Die Vorentscheidung setzte Duisburg spürbar zu. Der FCK übte indes weiter Druck aus, scheiterte beim Versuch von Boris Tomiak noch knapp (55.). Wenig später lud dann Duisburgs Torwart zum nächsten Treffer ein. Weinkauf spielte einen Ball genau in die Füße von Wunderlich, der durchstartete und das Auge für Marlon Ritter hatte. Der Mittelfeldmann fackelte nicht lange und machte das 3:0 (59.). Genug hatte Kaiserslautern dann aber weiterhin nicht, spielte weiter nach vorne. Nach einem Eckball von Wunderlich besorgte dann Alexander Winkler per Kopf das 4:0 (70.). Und Boyd legte dann noch seinen dritten Treffer nach, auf Zuspiel von Daniel Hanslik - und gänzlich unbehelligt von der Duisburger Abwehr (73.). Im Anschluss kehrte wieder ein wenig Ruhe ein. FCK-Trainer Marco Antwerpen wechselte gleich viermal aus, ließ einige Spieler aus der zweiten Reihe ran. Julian Niehues hatte dann nach schöner Hacken-Vorlage von Gibs noch die Chance zum sechsten Treffer (84.). Stattdessen trafen dann doch noch die Gäste, der eingewechselte Kolja Pusch traf sehenswert aus spitzem Winkel (86.). Im Gegenzug scheiterte dann Wunderlich knapp mit der nächsten Großchance.

Schon am Freitag geht es für den FCK mit dem Auswärtsspiel bei Abstiegskandidat Würzburger Kickers weiter. Man darf gespannt sein, ob die euphorisierten Fans der Roten Teufel die Auswärtsfahrt wieder zu einem gefühlten Heimspiel machen werden. Überraschen würde das nach der Vorstellung von diesem Samstag aber wenig.

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Von Tommy Rhein