Stimmen zum Spiel von Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Köln

aus Eintracht Frankfurt

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Die Eintracht-Spieler verlassen nach der 2:4-Niederlage gegen Köln enttäuscht den Platz. Foto: dpa

Seit sechs Spielen wartet die Eintracht in der Bundesliga auf einen Sieg. Gegen Köln setzte trotz 2:0-Führung eine Niederlage. Die Reaktionen fielen entsprechend aus.

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FRANKFURT. Adi Hütter (Trainer Eintracht): „Ich will mich vor meine Mannschaft stellen und eine Lanze brechen für das, was die Spieler leisten. Viele Spieler treffen falsche Entscheidungen, weil eine unglaubliche Müdigkeit da ist, mental und körperlich. Wir waren gut im Spiel und verdient in Führung. Knackpunkt war der abgefälschten Schuss. Beim Stand von 2:2 hatten wir die Chance zum Sieg. Hintenraus hat Köln verdient gewonnen. In der Summe ist es enttäuschend. Rode und Paciencia haben Schläge abbekommen, für sie war das Risiko zu groß weiterzuspielen. Sie haben um Auswechslungen gebeten. Es sind noch ein paar andere gekommen, die nicht mehr fit waren. Das ist die Problematik, die wir haben. Wir müssen versuchen, den Karren wieder aus dem Dreck zu fahren. Wir können die Tabelle lesen. Wir sind mitten drin. Wir müssen Sonntag nochmal alles raushauen. Zur Winterpause sage ich: Wenn ich ehrlich bin, hätte ich gerne mehr Zeit zum Trainieren. Natürlich ist die Reise in die USA anstrengend, aber wir werden auch das verkraften. Die Einwechslung von Ndicka hatte taktische Gründe. Es war ja klar, dass die Kölner einen zweiten Stürmer bringen. Hasebe sollte auf der Sechs mehr Struktur reinbringen.“

Markus Gisdol (Trainer Köln): „Wenn man es sich aussuchen dürfte vorher, würde man den Sieg so nehmen. Im Spiel war es anders, ganz schön schwer. Zehn Minuten hat die Eintracht uns mit großer Wucht große Probleme bereitet. Dann waren wir gut im Spiel, kriegen dann aber das 0:2 wieder durch einen Standard. Da müssen wir uns deutlich verbessern. Trotzdem sind wir ruhig geblieben und haben versucht, uns fußballerisch durchzusetzen. Das 1:2 war dann durch den abgefälschten Schuss glücklich. In der Halbzeit habe ich den Jungs gesagt, sie sollen ruhig bleiben und nicht hektisch werden. Und dann ist es immer mehr für uns gelaufen. Nach dem 2:2 hatten wir bei Kamadas Chance nochmal Glück. Zum Schluss haben wir sicher verdient gewonnen.“

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Dominik Kohr: „Wir hatten nach dem Tor kurz vor der Halbzeit ein mulmiges Gefühl. Köln hat verdient gewonnen, das muss man anerkennen. Jetzt gilt es, in Paderborn drei Punkte zu holen.“

Makoto Hasebe: „Uns haben Leidenschaft, Mentalität und Charakter gefehlt. Und nach nun schon 30 Spielen auch die Kraft.“

Felix Wiedwald: „Wir führen 2:0 und müssen so in die Halbzeit gehen und uns dann sammeln. Dann kommt dieses blöde Tor. Den Ball hätte ich sicher gehalten, aber er war abgefälscht. Sicher fehlt uns nach den vielen Spielen die Kraft. Es ist aber auch eine mentale Frage. Wir müssen jetzt in Paderborn nochmal alles reinhauen und dann in der Winterpause den Tank auffüllen.“

Von Peppi Schmitt