Quaison schießt Mainz 05 zum Sieg gegen Freiburg

aus Mainz 05

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Freude bei Mainz 05 nach dem Siegtreffer gegen den SC Freiburg. Foto: Sascha Kopp

Mit großem Kampf in einem am Schluss packenden Spiel hat sich der FSV Mainz 05 drei Punkte im Bundesliga-Abstiegskampf gesichert.

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MAINZ. Durch einen späten Treffer von Robin Quaison hat der FSV Mainz 05 einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga eingefahren. 1:0 (0:0) gewannen die 05er am Samstag gegen den SC Freiburg. Das entscheidende Tor gelang dem eingewechselten Quaison in der 84. Minute. Damit belohnten sich die Mainzer diesmal für ihre erneut kämpferisch überzeugende Leistung, nachdem sie zuvor gegen Schalke 04 (0:0) und den FC Augsburg (0:1) Punkte liegengelassen hatten. Damit kletterten sie zumindest bis Sonntag vorbei an Arminia Bielefeld auf den 16. Tabellenplatz und auch näher an die direkten Klassenerhaltplätze heran.

Die erste Halbzeit: Pressingkette und Aluminiumtreffer

Florian Müller, der von Mainz 05 ausgebildete und nach Freiburg ausgeliehene Torhüter, hatte zunächst noch alle Freiheiten, wenn er in Ballbesitz war. Kurz vor der Strafraumlinie lauerte dann aber schon die erste Dreier-Pressingreihe der 05 mit Jonathan Burkardt, Adam Szalai und Jean-Paul Boetius, der für den am Oberschenkel verletzten Kapitän Danny Latza in die Startelf gerückt war. Die Mainzer ließen den Freiburgern keine Luft im Spielaufbau – und kamen dadurch schon in der Anfangsphase zu Balleroberungen im tornahen Raum. Und durch gutes Umschalten über Leandro Barreiro und Boetius zur ersten guten Torchance, doch Burkardt wurde geblockt (3.).

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Die Mainzer blieben die dominantere der beiden Mannschaften, doch Abschlüsse aus aussichtsreichen Positionen von Phillipp Mwene (19.) und Szalai (20.) landeten direkt auf Müller. Oder an der Latte bei Danny da Costas Schuss in der 24. Minute. Ein Kopfball von Barreiro mit zu wenig Druck (35.) rundete die Reihe der Mainzer Torchancen in der ersten Halbzeit ab. Chancen, die nur aus Umschaltsituationen entstanden, sondern auch durch guten Spielaufbau entstanden waren – ein Fortschritt im Mainzer Spiel. Zur Pause hin wurden die Freiburger indes gefährlicher. Christian Günter verfehlte mit einem Volleyschuss nur knapp das Tor (38.). Und dann glichen die Gäste auch nach Aluminiumtreffern aus. Nach einem Konter lief Roland Sallai alleine auf 05-Keeper Robin Zentner zu. Der pfeilschnelle Jeremiah St. Juste sprintete aber im letzten Moment noch dazwischen und lenkte den Schuss noch an den Pfosten ab (41.).

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Die zweite Halbzeit: Späte Erlösung für Mainz 05

Eine Viertelstunde lang herrschte bei den 05ern Ideenlosigkeit, wie die nun kompakt stehenden Freiburger zu knacken wären. Und dann kam auch noch ein Zittermoment dazu, als Barreiro einen Freistoß in bester Position 17 Meter vor dem Mainzer Tor verursachte. Und das bedeutet beim SC Freiburg automatisch Gefahr. Auch diesmal, doch die 05er hatten Glück, dass Roland Sallais Schuss an der Latte und nicht im Tor landete (59.). Im Gegenzug sorgte Barreiro dann mit einem abgefälschten Schuss, den Müller mit Mühe parierte für einen erneuten Weckruf.

Das Spiel nahm plötzlich wieder deutlich an Fahrt auf. Beide Teams hatten gute Szenen. Und der für Szalai eingewechselte Robert Glatzel das Mainzer 1:0 auf dem Fuß. Doch nach der flachen Hereingabe von da Costa schoss Glatzel aus wenigen Metern deutlich über das Tor (65.). Auf der Gegenseite köpfte Sallai freistehend direkt auf Zentner (67.). Die Erlösung nach zwei Partien zuvor ohne eigenen Treffern folgte in der 84. Minute: Boetius flankte, Glatzel scheiterte mit einem Kopfball aus nächstes Distanz noch an Müller, doch der in der 72. Minute ins Spiel gekommene Quaison versenkte dem Abpraller im Tor.

Mit großem Kampf verteidigten die Mainzer die Freiburger Schlussangriffe. Und feierten beim Schlusspfiff den so ersehnten Dreier gegen den Verein, gegen den die 05er in ihrer Bundesliga-Historie ohnehin die meisten Punkte geholt hatten. Und gegen den sie ihren einzigen Sieg in der aktuellen Hinrunde eingefahren hatten.