Eintracht verliert unglücklich gegen den SC Freiburg

aus Eintracht Frankfurt

Thema folgen
Frankfurts Sebastian Rode (l.) und Martin Hinteregger kämpfen mit Freiburgs Maximilian Eggestein (M.) um den Ball.  Foto: dpa/Arne Dedert

Im Kampf um die Europa-Cup-Plätze hat die Frankfurter Eintracht wichtige Punkte liegengelassen. Der Bundesligist unterlag dem SC Freiburg 1:2 - auch wegen einer Abseitsstellung.

Anzeige

FRANKFURT. Muss die Frankfurter Eintracht die Europa League gewinnen, um auch nächste Saison international spielen zu dürfen? Mit der 1:2 (0:1)-Niederlage gegen den SC Freiburg sind die Chancen, sich in dieser Saison über die Liga zu qualifizieren, zumindest deutlich geschrumpft. Dabei hatten die Frankfurter drei Tage nach dem Europapokal-Hit gegen Barcelona gar nicht einmal so schlecht gespielt, doch die Freiburger waren nicht nur frischer, sie waren auch cleverer. Aus den ersten beiden Gelegenheiten machten sie die Tore, die zum Sieg reichten. Vincenzo Grifo und Nils Petersen waren die Torschützen der Gäste vor 47.000 Zuschauern, für die Eintracht hatte zwischenzeitlich Filip Kostic ausgeglichen.

Zuletzt hatte der Frankfurter Trainer kaum gewechselt, er vertraute fast durchweg seiner Stammelf. Gegen Freiburg aber hatte hatte er dann doch ein paar Wechsel vorgenommen, um Grische auf den Platz zu bekommen und ein paar Körner fürs Europacup-Rückspiel zu sparen. „Rotation light“ sozusagen. Für Kristijan Jakic und Daichi Kamada spielten Sebastian Rode und Jens-Petter Hauge.

Grifo schließt Konter mit der Gäsetführung ab

Das ließ sich bis zur Pause auch ganz gut an. Nach einer vierminütigen Unterbrechung gleich zu Beginn, als sich zwei Männer mit Kabelbinder an die Torpfosten banden, war die Eintracht dann die überlegene Mannschaft, auch die bessere Mannschaft – und trotzdem lag sie bald zurück. Ein einziges Mal starteten die Freiburger einen Konter und spielten den dann auch erfolgreich zu Ende. Es war die 27. Minute. Vorne scheiterte Jens-Petter Hauge mit einem Schuss an Torwart Marc Flekken, im Mittelfeld unterlief Evan Ndicka ein einfacher Fehlpass, der den direkten Gegenangriff einleitete. Vincenzo Grifo schloss ihn zur Führung der Gäste ab. Ermedin Demirovic hatte sich in engen Duellen gegen Tuta und Hinteregger durchgesetzt und vorgelegt. Da war die Frankfurter Abwehr ein einziges Mal total ungeordnet. Doppeltes Pech für die Eintracht: Zu diesem Zeitpunkt waren sie einen Mann weniger auf dem Feld. Djibril Sow war mit einer Verletzung draußen behandelt worden. Vier Minuten später wurde Sow dann ausgewechselt, Kristijan Jakic kam aufs Feld.

Anzeige

Die Eintracht versuchte vor allem in den letzten zehn Minuten Druck zu machen. Das gelang ihr nur bedingt. Ja, über Außen kamen sie immer wieder durch, links mit Kostic und Hauge, rechts mit Knauff und Lindström. Aber in der Mitte gab es einfach keine Abnehmer. Die beste Gelegenheit hatte noch Hinteregger, der im letzten Moment noch abgeblockt wurde.

Freiburger Edeljoker sticht wieder

Die Eintracht kam noch druckvoller aus der Pause. In der 52. Minute traf Jesper Lindström nach einem wunderbaren Pass von Tuta. Doch der Däne hatte hauchdünn im Abseits gestanden. Zwei Minuten darauf war es dann so weit. Hauge setzte Kostic ein, der Frankfurter behielt alleine vor Flekken die Nerven und schob dem holländischen Nationaltorwart den Ball durch die Beine. Die Eintracht war nun am Drücker. Kostic verfehlte in der 57. Minute nur ganz knapp das lange Eck und damit die Führung.

Dann reagierte der Freiburger Trainer. Christian Streich wechselte drei frische Kräfte ein, darunter seinen Superjoker Nils Petersen. Und der stach – wie fast immer. Nach einer Freistoßflanke von Christian Günther setzte er sich am „langen“ Pfosten gegen zwei Frankfurter durch und köpfte ein. Das 1:2 in der 69. Minute. Damit war der Eintracht der Stecker gezogen.

Anzeige

Trainer Glasner versuchte eine Viertelstunde vor dem Ende noch mit den Einwechslungen von Goncalo Paciencia, Ajdin Hrustic und Daichi Kamada noch einmal Akzente zu setzen. Doch es gelang einfach nicht mehr, die Freiburger wirklich unter Druck zu setzen. Und dann hatten sie riesiges Pech. Nach einem zurückgeprallten Freistoß traf Hrustic in der 83. Minute aus 20 Metern nur den Innenpfosten Flekken war geschlagen, der Ball prallte aber raus, nicht rein. Eine Minute später war er dann drin nach einem Kopfball von Kamada. Nun griff der Video Assistent ein, der Japaner hatte hauchdünn im Abseits gestanden. Viel Pech also.

Mehr Aktuelles zu Eintracht Frankfurt: Hier klicken

Von Peppi Schmitt