Eintracht: Mit einem Sieg Tabellenführer werden

aus Eintracht Frankfurt

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Amin Younes, hier beim Jubel nach seinem Treffer beim Confed Cup 2017 in Russland im Halbfinale Deutschland - Mexiko, verstärkt die Frankfurter Eintracht. Foto: Witters

Gegen die TSG 1899 Hoffenheim hat Adi Hütter bislang immer gewonnen. Angeblich steht die Eintracht zudem kurz vor Vertragsabschluss mit Stürmer Amin Younes.

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FRANKFURT. Die TSG 1899 Hoffenheim ist so etwas wie der „Lieblingsgegner“ von Adi Hütter. Viermal hat der Trainer der Frankfurter Eintracht gegen die Hoffenheimer gespielt, viermal hat er gewonnen. Hält die Serie auch am Samstag (15.30 Uhr), winkt der Eintracht nach dem dritten Spieltag sogar die Tabellenspitze. „Die Serie ist mir egal“, sagt der 50 Jahre alte Österreicher, „aber dass wir Tabellenführer werden können, freut mich sehr.“ Der Respekt vorm Gegner und dessen Trainer-Neuling Sebastian Hoeneß ist groß. „Ich kenne ihn nicht persönlich, aber er macht es sehr gut“, sagte der alte Fuchs Hütter über das Bundesliga-Greenhorn Hoeneß, „die Leistung der Hoffenheimer beim Sieg gegen die Bayern war beeindruckend.“ Da auch die Eintracht beim 3:1 in Berlin überzeugen konnte, könnte es zu einem echten Topspiel kommen. Eine Garantie dafür aber gebe es nicht. „Manchmal verspricht man sich von dem Spiel viel und dann kann man nicht Schritt halten“, sagt Hütter. Für das spiel sind 8.000 Zuschauer zugelassen.

Besondere Momente durch die Stürmer

Für die besonderen Momente haben zuletzt bei beiden Mannschaften die Stürmer gesorgt, hier Bas Dost und André Silva, dort Andrej Kramaric und Munas Dabbur. Besonders Kramaric, der mit fünf Toren an der Spitze der Torjägerliste steht und für den sich der FC Bayern interessiert, sei in einer „Topverfassung“, attestiert Hütter, „aber ich bin auch mit unseren beiden Stürmern sehr zufrieden.“ Ob Neuzugang Ajdin Hrustic vom FC Groningen am Samstag schon dabei sein wird, ließ der Frankfurter Trainer offen. Hrustic hat am Donnerstag zum ersten Mal mit den Kollegen trainiert. „Ajdin hat einen guten Schuss, spielt gute Standards und ist kreativ“, sagt der Trainer über den 24 Jahre alten Australier, den er im zentralen Mittelfeld einplant, „aber er braucht Zeit, um sich an die Bundesliga zu gewöhnen.“ Der zweite Neue der Woche, Torwart Markus Schubert, aus Schalke gekommen, wird dagegen sicher dabei sein und als Ersatz für Kevin Trapp auf der Bank sitzen. Der Tausch der Torhüter mit dem Wechsel von Frederik Rönnow nach Schalke macht aus Sicht des Eintracht-Trainer „absolut Sinn“. Schubert (22) sei ein großes Talent und „fußballerisch sehr gut.“

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Amin Younes vor dem Wechsel zur Eintracht

Ähnliches wird Hütter sicherlich über einen neuen Stürmer sagen, der angeblich kurz vor der Verpflichtung steht. Es geht um den 27 Jahre alten ehemaligen deutschen Junioren-Nationalspieler Amin Younes, der aktuell noch beim SSC Neapel unter Vertrag steht. Die Eintracht will Younes, so meldet es die Bild-Zeitung, ausleihen und dafür eine Million Euro Gebühr zahlen. Den Namen des Spielers wollte der Trainer nicht bestätigen. Nur das allgemeine Interesse an weiteren Verstärkungen, „wenn es Sinn macht und der richtige Spieler ist.“ Dass die Eintracht nach dem Weggang von Goncalo Paciencia (Schalke) noch einen Angreifer braucht, ist unstrittig. Zeit ist noch bis zum kommenden Montag, dann endet die sommerliche Transferperiode.

Bis dahin möchte ganz offensichtlich auch Danny da Costa noch den Verein wechseln. Der Verteidiger soll sich mit dem Trainer überworfen haben und sich in Gesprächen mit dem FC Schalke 04 befinden. Die Bild berichtet gar von einer „Flucht vor Hütter“. Davon will der Trainer überhaupt nichts wissen. „Ich würde mich doch sehr wundern, wenn einer vor mir flüchtet“, sagte er und stellt da Costa, der sich beim Training am Mittwoch leicht verletzt hat, sogar einen Platz im Aufgebot fürs Spiel gegen Hoffenheim in Aussicht. Hütter grundsätzlich: „Nicht immer sind alle glücklich und zufrieden. Es geht immer nur um Leistung. Es geht um Eintracht Frankfurt, wir wollen Spiele gewinnen.“ Dennoch hegt da Costa, der vor drei Jahren aus Leverkusen gekommen und seitdem Stammkraft war, Abwanderungsgedanken. Bleibt die Frage, ob Sportvorstand Fredi Bobic bereit ist, ihn auf Leihbasis abzugeben, denn kaufen können die „klammen“ Schalker den Verteidiger nicht.

Eintracht: Trapp – Abraham, Hasebe, Hinteregger – Touré, Ilsanker, Rode, Zuber – Kamada – Silva, Dost.- Bank: Schubert, Tuta, Da Costa, Kohr, Chandler, Durm, Sow, Barkok, Ache.

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Von Peppi Schmitt