Eintracht gewinnt Offensiv-Spektakel gegen Union Berlin

aus Eintracht Frankfurt

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Waren mit ihren Toren für den Sieg gegen Union Berlin hauptverantwortlich: Frankfurts Offensiv-Duo Filip Kostic (rechts) und André Silva. Foto: Paul Kufahl / rscp-photo

Es war ein Spiel voller Aggressivität, Tore und Slapstick. Eintracht Frankfurt behauptet mit teils faszinierendem Fußball Platz vier in der Bundesliga-Tabelle.

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FRANKFURT. Es war ein Spiel wie eine Urgewalt. Eintracht Frankfurt gegen Union Berlin war Angriff pur, Aggressivität, Tore, Slapstick, einfach faszinierender Fußball. Das galt vor allem für die erste Halbzeit. Am Ende siegten die Frankfurter mit 5:2 (4:2) und behaupteten damit nicht nur ihren vierten Platz, sondern bauten den Vorsprung auf den Fünften Borussia Dortmund vor dem direkten Duell in zwei Wochen auf vier Punkte aus. Andre Silva mit seinen Treffern 20 und 21 sowie Filip Kostic, Timothy Chandler und ein Eigentor von Robert Andrich sorgten für die Frankfurter Treffer. Für die Berliner traf Max Kruse zweimal.

Die Eintracht geht in Führung

Das Spiel begann schon mit Spektakel. In der 2.Minute konnten Torwart Trapp und Sow gemeinsam einen Schuss von Robin Knoche gerade noch so von der Linie kratzen. Im Gegenzug ging die Eintracht in Führung. Es war Lehrbuch-Konter Nummer eins: Sow spielte auf Kostic, der passte zu Silva, der schob ein. Treffer Nummer 20 für den Portugiesen. Die Eintracht konnte sich nicht lange freuen. In der 7.Minute schon der Ausgleich. Und er hätte eigentlich nicht gelten dürfen. Julian Ryersen hatte sich in der Vorbereitung zweifellos gegen Makoto Hasebe unfair durchgesetzt. Doch Schiedsrichter Markus Schmidt pfiff nicht und VAR Günther Perl griff nicht ein. Im Nachschuss dieser Szene war Max Kruse erfolgreich.

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Ein kurioses Führungstor

Die nächsten Chancen hatte die Eintracht. Der deutlich verbesserte Jovic verfehlte gleich zweimal ganz knapp. Dann war wieder Union dran. Zum zweiten Mal musste Sow auf der Linie retten (20.Minute), Joel Pohjanpalo hatte geschossen. Das Frankfurter Führungstor war dann kurios. Robert Andrich wollte aus 40 Metern unbedrängt zu seinem Torwart Andreas Luthe zurückspielen. Doch Luthe stand neben dem Tor, rutschte noch dazu aus, der Ball kullerte in der 35.Minute ins Netz. Das war der Auftakt für das nächste Spektakel und Lehrbuch-Konter Nummer zwei. Jovic-Kostic-Silva-Jovic war die Staffette, die Kostic in der 38.Minute mit einem Schuss ins lange Eck abschloss. Drei Minuten darauf das 4:1. Jovic spielte zu Kamada, der setzte Silva ein und der traf diesmal ins kurze Eck. Sein 21.Saisontor. Doch die Eintracht wurde nochmal nachlässig, ließ in der 45.Minute ausgerechnet Kruse freistehen. Der lenkte den Ball mit einem Kopfballlupfer über Trapp hinweg ins Tor.

Mehr Ruhe im eigenen Ballbesitz

Aus diesem Treffer lernten die Frankfurter. Sie spielten nach dem Wechsel kontrollierter, nicht mehr so ungestüm, sorgten für mehr Ruhe im eigenen Ballbesitz und erlaubten den Berlinern nicht mehr ganz so viele Chancen. Es dauerte bis zur 60.Minute ehe hier Kamada und dort der eingewechselte Endo zwei Gelegenheiten hatten. Noch einmal Kamada in der 74.Minute und noch einmal Endo in der 75.Minute kamen dann noch einmal gefährlich vors Tor. Doch vor allem Torwart Trapp strahlte bei der Eintracht viel Ruhe aus. Eine Viertelstunde vor dem Ende wechselte Trainer Hütter dreimal, brachte Timothy Chandler, Steven Zuber und Ragnar Ache. Das machte sich bezahlt. Die Eintracht hielt mit den frischen Kräften den Ball weit weg vom eigenen Tor. Und traf in der Nachspielzeit sogar noch zum 5:2. Zuber hatte Chandler maßgerecht freigespielt.

Von Peppi Schmitt