Amin Younes meldet sich fit für das Rhein-Main-Duell

aus Eintracht Frankfurt

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Amin Younes möchte Eintracht Frankfurt verlassen. Foto: imago

Um seine Leistenprobleme loszuwerden, hat sich der Eintracht-Dribbler vor dem Spiel gegen Mainz 05 im Ausland behandeln lassen. Doch wie steht es um sein Verhältnis zu Adi Hütter?

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FRANKFURT. Gute Nachrichten für die Frankfurter Eintracht: Wenn die Mannschaft nach einem dreieinhalbtägigen Kurzurlaub am Mittwoch in die Trainingswoche vor dem Heimspiel am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den FSV Mainz 05 startet, wird auch Amin Younes wieder dabei sein. Der Nationalspieler ist am Dienstag nach einigen Tagen in Belgien bei Physiotherapeuten seines Vertrauens wieder nach Frankfurt zurückgekehrt. „Ich werde ganz normal wieder am Training teilnehmen“, sagte er in einem Interview mit der FAZ, „mein Einsatz gegen Mainz ist aus meiner Sicht nicht gefährdet".

Großes Vertrauen zu belgischen Ärzten

Younes hatte sich seit Wochen mit Schmerzen in der Leistengegend geplagt. „Ich habe eine kleine Entzündung am Schambein im Adduktorenbereich“, erklärt er, „wahrscheinlich ist das eine Belastungsreaktion“. In Absprache mit dem Klub war er letzte Woche nach Antwerpen gereist, um sich bei den Spezialisten von „Move to Cure“ behandeln zu lassen. Nach einem Achillessehnenriss im Herbst 2018 hatten ihn die belgischen Mediziner in der Reha begleitet. „Es entstand ein großes Vertrauensverhältnis, sie kennen meinen Körper ganz genau“, erklärt Younes. Der Kontakt sei auch nie abgerissen und wurde nun wieder aufgefrischt. „Die Zeit in Belgien hat Sinn gemacht“, sagt er, „ein Tapetenwechsel in Corona-Zeiten war auch mal schön.“

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Und die Verletzung hat sich offenbar deutlich gebessert. „Es zwickt zwar etwas, das ist nervig“, sagt er, „aber wir versuchen, es komplett wegzubekommen.“ Schließlich will Younes nicht nur die letzten drei Spiele mit der Eintracht bestreiten, sondern auch mit der Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft dabei sein. „Wir haben den Ehrgeiz und den Anspruch, in die Champions League einzuziehen", sagt er.

Hütter und die Mannschaft mit gemeinsamen Ziel

Gerüchte, sein Verhältnis mit Trainer Adi Hütter sei wegen der wenigen Einsätze in den letzten Wochen und einem Disput in der Halbzeitpause beim Spiel in Dortmund getrübt, wollte Younes nicht bestätigen. „Es ist alles gut mit dem Trainer“, sagt er, „wir haben ein großes Ziel mit der Eintracht.“ Letztlich entscheide der Trainer, wen er aufstellt. Younes: „Auch er will das große Ziel erreichen und stellt die besten Jungs auf,“ Younes hofft, dass er gegen Mainz wieder dazugehört.

Der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler steht mindestens noch eine weitere Saison in Frankfurt unter Vertrag. Bis zum 30.Juni 2022 hat ihn die Eintracht vom SSC Neapel ausgeliehen inklusive einer Kaufoption über knapp drei Millionen Euro. Diese werden die Frankfurter ziemlich sicher in absehbarer Zeit ziehen. „An mir liegt es nicht, ich würde gerne bleiben“, sagt er, „ich weiß, was ich an der Eintracht habe.“ Das ganze „Drumherum“ in Frankfurt mache ihm Spaß, auch seine Frau fühle sich sehr wohl in der Stadt. Younes: „Und wenn ich eines gelernt habe: Wenn man einen Hafen gefunden hat, sollte man da auch bleiben.“

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Von Peppi Schmitt