05-Niederlage zum Bundesliga-Auftakt in Leipzig

aus Mainz 05

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Die Mainzern Moussa Niakhate (l) und Jeremiah St. Juste versuchen Leipzigs Torschützen Yussuf Poulsen zu stoppen.  Foto: dpa

Mainz 05 hat in Leipzig eine Niederlage einstecken müssen. Dass diese nicht ganz so deftig ausfiel wie in der vergangenen Saison, lag auch am Unvermögen der Leipziger.

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LEIPZIG. Die gute Nachricht lautet: Der FSV Mainz 05 muss in dieser Saison nur noch ein weiteres Mal gegen Angstgegner RB Leipzig spielen. Die schlechte Nachricht lautet: Auch zum Auftakt dieser Bundesliga-Saison waren die Mainzer gegen die Sachsen chancenlos. 1:3 (0:2) verloren die FSV-Fußballer vor 8.500 zugelassenen Zuschauern das Auswärtsspiel am ersten Spieltag. Dass das Ergebnis deutlich glimpflicher ausfiel, als bei den Aufeinandertreffen in der vergangenen Saison (0:8, 0:5), lag vor allem an der geringeren Effizienz der dennoch klar überlegenen Leipziger. Für die trafen Emil Forsberg (17., Foulelfmeter), Yussuf Pulsen (21.) und Amadou Haidara (51.). Jean-Philippe Mateta (48.) verkürzte zwischenzeitlich auf 1:2 (48.).

Die erste Halbzeit: Lücken und Fehler „Kompaktheit“ hatte 05-Trainer Achim Beierlorzer seinen Spielern als Schlüsselelement mit auf den Weg gegeben. Und doch fanden die Leipziger immer wieder Lücken in und um den Mainzer Strafraum. Schon in der vierten Minute kam Dani Olmo aus 18 Metern unbedrängt zum Schuss, den 05-Keeper Robin Zentner entschärfte. Das 0:1 ging auf die Kappe von Leandro Barreiro, der zunächst vergeblich versuchte, den Ball im eigenen Strafraum zu blocken und dann Dani Olmo von den Beinen holte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Emil Forsberg (17.). Vor dem 0:2 ließ Karim Onisiwo seinen Gegenspieler Dani Olmo flanken. 05-Verteidiger Moussa Niakhaté verschätzte sich, und Poulsen köpfte über Zentner hinweg ein (21.). Marcel Halstenberg, zweimal Poulsen, zweimal Forsberg unter anderem mit einem Pfostentreffer (31.) und Haidara hatten weitere gute Chancen für RB, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Und Mainzer Offensivaktionen? Gab es kaum. Daniel Brosinski kam bei einer Schusschance aus 20 Metern in Rückenlage und schoss drüber (28.). Drei Ecken verpufften. Das war es schon.

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Die zweite Halbzeit: Drei Minuten Hoffnung Da wurde es plötzlich ganz leise in der Arena, in die am Sonntag nur Leipziger Fans durften: Mainz verkürzte überraschend in der 48. Minute auf 1:2. Vor allem dank einer genialen Aktion von Robin Quaison, der den Ball stark eroberte und dann einen genialen Pass in die Schnittstelle auf Mateta spielte. Mateta lief frei auf RB-Keeper Gulacsi zu und verwandelte sicher. War für die Mainzer nun doch ein Punktgewinn möglich? Die Hoffnung schwand schon drei Minuten später, als sich Forsberg im Strafraum von mehreren Mainzer Gegenspielern nicht stoppen ließ und Haidara das 3:1 auflegte (51.). Weiter ging es mit Leipziger Chancen in hoher Frequenz, dem die 05er nur noch einen gefährlichen Kopfball von Mateta entgegensetzten (77.).

Die Debütanten Eine besondere Nachricht gab es dann doch noch aus Mainzer Sicht: Mit dem 19-jährigen Niklas Tauer und dem 17-jährigen Paul Nebel feierten zwei 05-Talente ihr Bundesliga-Debüt und setzten damit die Liste der Fußballer fort, die aus dem Mainzer Nachwuchsleistungszentrum den Sprung in die Bundesliga geschafft haben. Trainer Beierlorzer wechselte beide in der Schlussminute ein. Nebel ist damit der jüngste Bundesliga-Spieler der 05er in der Vereinsgeschichte. Er löst Mario Vrancic ab.