RWO Alzey erreicht vierte Verbandspokal-Runde ungefährdet

Kaltschnäuzig  schließt RWO Alzeys Björn Grimm zum 1:0 ab.  Jan Kaibel, einer der vielen ehemaligen Alzeyer im Team des VfL Gundersheim, ist geschlagen. Seine Gefährten Elmi Morina und Philip Wesner können nur zuschauen. Foto: pakalski-press/ Christine Dirigo

Das Fußball-Verbandspokalspiel in Gundersheim lief schnell gegen den VfL. Dabei haderte der Trainer auch wegen Schiedsrichterurteilen. Nicht zu Unrecht, sagt sogar der Gegner.

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ALZEY/GUNDERSHEIM. RWO Alzey hat ganz offensichtlich aus dem Erstrunden-Aus im vergangenen Jahr gelernt. In dieser Verbandspokal-Saison lässt sich der Spitzenreiter der Fußball-Landesliga (zumindest noch nicht) von unterklassigen Gegner ins Bockshorn jagen. Dank eines 3:0-Erfolgs über den Bezirksligisten VfL Gundersheim steht die Elf von Max Kimnach und Lars Weingärtner in der vierten Runde. Nun ist sogar das Derby zwischen RWO Alzey und TSV Gau-Odernheim vorstellbar. „Ein Traumlos wäre es nicht. Aber eine Begegnung, die immer reizvoll war“, sagte Björn Grimm, der mit zwei Treffern erfolgreichste Torschütze in Gundersheim. Außerdem traf David Vodi für den Favoriten.

Die Begegnung verlief so, dass die abgedroschensten Fußball-Phrasen passten. Etwa die, dass Mannschaften, die oben stehen, das Glück zufliegt. So resultierte das frühe 1:0 aus einem verunglückten Befreiungsschlag, der Björn Grimm sozusagen vor die Füße fiel. Diese Chance ließ sich der Routinier nicht entgehen.

Auch beim 2:0 hatten die RWOler Fortune. Es resultierte aus einem Elfmeter, der „zugegebenermaßen keiner war“. räumte der vermeintlich Gefoulte, Björn Grimm, hinterher ein. Die Schiedsrichter hatten sich von dem dynamischen Einsatz des Gundersheimer Verteidigers täuschen lassen. VfL-Coach Kevin Boos haderte völlig zu Recht wegen dieser Fehlentscheidung.

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Es war aber nicht die einzige Szene, in der sich die Fußball-Weisheit vom Pech, das „unten stehende Mannschaften“ haben, bewahrheitete. Denn als Omran Chehab im Alzeyer Strafraum zu Fall gebracht wurde, blieb der Pfiff aus. Boos: „Wenn der Alzeyer Elfmeter ein Elfmeter war, dann hätte man auch bei uns Elfmeter pfeifen müssen“. Die Gegner urteilten genauso.

Doch aller Groll half nicht. Trotz einiger Chancen und Feldüberlegenheit ging der VfL Gundersheim mit einem 0:2-Rückstand in die Pause.

In der ausgeglicheneren zweiten Hälfte sorgte der junge David Vodi für die endgültige Entscheidung. Nach seinem 3:0 war klar, dass auch ein Anschlusstreffer des VfL am Pokalsieg der Alzeyer nichts mehr ändern würde.

RWO Alzeys Coach Max Kimnach äußerte sich nach dem Erfolg zufrieden. Über die 90 Minuten gab es nie Zweifel, dass der Landesligist als Sieger vom Feld gehen würde: „Aber klar, erneut war es die frühe Führung, die uns in die Karten spielte.“

Eine Pokalschlacht, wie sie im Vorfeld erwartet worden war, entwickelte sich nicht. Der frühe Führungstreffer der Alzeyer war im Sinn der Alzeyer, nahm der Partie aber doch auch früh die Spannung.