Haben Adler Mannheim den Berlin-Dämpfer verdaut?

Der zuletzt mehrfach schwächelnde Spitzenreiter der DEL-Südgruppe geht trotzdem als klarer Favorit beim Nordgruppen-Letzten Krefeld Pinguine aufs Eis.

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MANNHEIM. (bore). Nach der 1:4-Heimniederlage im Gipfeltreffen der Deutschen Eishockeyliga (DEL) gegen die Eisbären Berlin zeigte sich Pavel Gross doch mächtig angefressen. Die Leistung seiner Adler Mannheim, ihres Zeichens klarer Spitzenreiter der Südgruppe, hatte dem Trainer überhaupt nicht gepasst. Bei den Krefeld Pinguinen hofft Gross, dass sich seine Spieler an diesem Dienstag (20.30 Uhr) wieder zusammenreißen.

Wie schon beim 1:2 gegen Bremerhaven wenige Tage zuvor in der SAP Area waren die Adler erneut auf eigenem Eis ihrer Form arg hinterhergelaufen. Angreifer David Wolf schob die fehlende Leichtigkeit auf die äußeren Umstände: „Natürlich fehlt in einer solchen Partie der siebte Mann von den Rängen, und auch bei den vielen Spielen und Reisen zuletzt wäre die tolle Unterstützung hilfreich. Aber wir waren von der ersten Minute an mental nicht bereit, und dann pflückt dich eine Mannschaft wie Berlin auseinander“, sagte er.

In Krefeld, dem abgeschlagenen Schlusslicht der Nordstaffel, sind die Adler klarer Favorit. Doch Trainer Gross macht deutlich: „Wenn du nicht bereit bist, alles zu geben, wirst du kein Spiel gewinnen.“ Und: „Die Jungs glauben wohl, dass wenn die Play-offs anstehen, der Schalter wieder ganz leicht umspringt. Wenn sie sich da nicht täuschen.“