Adler: Endras sichert sich Rekord-Shutout

Mannheims Torhüter Dennis Endras (hinten) führt nun die Liste mit den meisten „Zu-Null-Spielen“ in der DEL an. Foto: dpa

Mannheim ist in der DEL weiter nicht zu stoppen. Die Einnahmen aus dem Merchandise brechen jedoch zu über 50 Prozent ein.

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MANNHEIM. (mar/dpa). Die Adler Mannheim haben auch ihr zweites Heimspiel binnen zwei Tagen gewonnen. Gegen die Düsseldorfer EG feierte das Team von Cheftrainer Pavel Gross am Dienstagabend einen 3:0-Erfolg. Ben Smith nach nur 13 Sekunden, Matthias Plachta nur 29 Sekunden nach dem ersten Seitenwechsel sowie Sean Collins (37.) trafen für den Tabellenführer der Südgruppe, während Goalie Dennis Endras zum 48. Mal in seiner Profikarriere ohne Gegentor blieb und nun die DEL-Rekordliste vor Münchens Danny aus den Birken anführt. Außerdem sicherten sich die Mannheimer durch den Erfolg rechnerisch die Play-off-Teilnahme.

Mannheims Torhüter Dennis Endras (hinten) führt nun die Liste mit den meisten „Zu-Null-Spielen“ in der DEL an. Foto: dpa
Mannheims Torhüter Dennis Endras (hinten) führt nun die Liste mit den meisten „Zu-Null-Spielen“ in der DEL an. Foto: dpa

Dennis Endras war entsprechend glücklich: „Es sind immer schwere Spiele gegen Düsseldorf, sie stehen defensiv gut und lauern auf Konter. Die Jungs haben aber einen guten Job gemacht.“ Für den 35-Jährigen selbst sei es gut, dass er sich „bei den vielen Spielen und den vielen Reisen“ mit seinem Partner Felix Brückmann abwechseln kann. „Wir haben so die Möglichkeit, immer wieder qualitativ hochwertig zu spielen. Es macht einfach Spaß, wenn man frisch ins Spiel gehen und der Mannschaft helfen kann.“

Derweil wirken sich die coronabedingten Geisterspiele auch auf die Merchandising-Einnahmen der Adler aus. „Die Motivation, ein Trikot zu kaufen, ist für den Fan natürlich nicht mehr so groß, wenn er es nicht im Stadion tragen kann“, sagte Adler-Geschäftsführer Daniel Hopp im Interview der „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ (Mittwoch). „Wir verzeichnen einen Einbruch von weit mehr als 50 Prozent im Vergleich zur Vergangenheit.“

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Die kommende Saison werde wegen der aktuellen Unwägbarkeiten „aus einer wirtschaftlichen Defensive heraus“ geplant, so der 40-Jährige. „Da kommt auch wieder die Frage auf, ob wir mit Zuschauern rechnen können, wovon sich die Höhe des Etats ableitet.“ Beim Abschluss von Spielerverträgen etwa könne man „eine Coronaklausel aufnehmen, aber auch andere individuelle Vereinbarungen stricken“, sagte Hopp. Er hoffe, „dass wir im Herbst wieder Zuschauer begrüßen dürfen, denn eigentlich machen wir das alles ja nur wegen der Fans“.

Mit Blick auf die Maßnahmen der Politik sagte Hopp: „Die Hilfen für die Branche, die uns in Aussicht gestellt wurden und zum Teil schon ausbezahlt wurden, die helfen uns sehr, die Arbeitsplätze zu erhalten.“ Zwar hätte er sich „gewünscht, dass manche Entscheidungen differenzierter diskutiert, schneller getroffen worden oder anders ausgefallen wären. Aber ich wollte mit keinem Politiker tauschen.“

Für die Adler geht es Schlag auf Schlag weiter: Am Gründonnerstag (1. April) gastieren die Kurpfälzer bei den Iserlohn Roosters (19.30 Uhr), am Ostersamstag (17.30 Uhr) kommen die Kölner Haie in die SAP-Arena. Am Ostermontag (18.30 Uhr) ist Bremerhaven dann in Mannheim zu Gast.

Derweil gaben die Adler am Mittwoch bekannt, dass sie ihre seit 2018 bestehende Kooperation mit den Heilbronner Falken bis 2023 fortsetzen. Eine zentrale Rolle soll dabei Ex-Nationalspieler Marcel Goc einnehmen. Der frühere NHL-Profi und ehemalige Mannheimer Kapitän werde die Entwicklung der Talente überwachen und in enger Absprache mit dem Management individuelle Trainingspläne gestalten, hieß es.