Duster: Robuster Rumäne

Foto: Dacia

Mit der zweiten Generation des Duster ist sich Dacia treu geblieben: Bei der Gestaltung des Erfolgsmodells hat sich der rumänische Hersteller nicht etwa den Mitbewerbern...

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. Mit der zweiten Generation des Duster ist sich Dacia treu geblieben: Bei der Gestaltung des Erfolgsmodells hat sich der rumänische Hersteller nicht etwa den Mitbewerbern angenähert, sondern den besonderen Stil seines SUV noch einmal betont. Und der günstige Preis wurde nur geringfügig angehoben.

Foto: Dacia

Karosserie & Innenraum

Die Größe des Duster ist nahezu unverändert. Vorn bietet das SUV auch für größere Fahrer ausreichend Platz, hinten wird es aber etwas eng. Die großen Fenster bieten eine gute Rundumsicht. Das Kofferraumvolumen ist mit 411 Liter vertretbar, wer ein Ersatzrad haben will, hat nur 376 Liter zur Verfügung. Klappt man die Rückenlehnen um, sind es 1500 (1430) Liter. Die Innenausstattung gehört erkennbar zu einem preiswerten Auto, wirkt aber nicht billig.

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Fahrleistung & Fahrverhalten

Den ersten Eindruck vom Fahrverhalten liefert die Sechsgang-Schaltung. Der erste – und auch der zweite – Gang ist mit Blick auf die Geländetauglichkeit des Duster sehr kurz übersetzt, was im Straßenbetrieb etwas lästig ist. Lenkung und Federung sind weich ausgelegt, was zum Stil des Duster passt, entspanntes Fahren ist angesagt. Der 1,5-Liter-Diesel überrascht mit seinen Leistungen. 109 PS sind überschaubar, aber das maximale Drehmoment von 260 Newtonmeter sorgt für gutes Fortkommen. Die Allradsteuerung bietet drei Modi: 2WD, Auto und 4WD.

Serienausstattung & Extras

Bei der Ausstattung hat Dacia das etwas spartanische Angebot des ersten Duster kräftig aufgewertet. Besonders fällt da die Multiview-Kamera auf, die einen 360-Grad-Blick auf den Sieben-Zoll-Monitor der Infotainment-Anlage liefert. Sie ist im Gelände, aber auch beim Einparken hilfreich und für die Preisklasse des Duster beachtlich. Allerdings ist sie als Extra (450 Euro) nur in der höchsten Ausstattungslinie „Prestige“ erhältlich. Lieferbar ist jetzt auch eine Klimaautomatik, die an heißen Tagen ihre Arbeit problemlos – und zugfrei – verrichtet. Der getestete Allrad hat einen 4WD-Monitor, der die Seitenneigung und den Gefällewinkel anzeigt. Zu erwähnen ist auch das Zugangssystem Keycard Handsfree. Der Duster öffnet sich beim Annähern, und wird beim Weggehen wieder verriegelt – quittiert mit einem Doppelton.

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Geldwert & Umwelt

Ein Einstiegspreis von rund 11 000 Euro klingt gut, bietet aber nur Frontantrieb. 4WD gibt es ab knapp 16 000 Euro. Wählt man die Ausstattung „Prestige“ mit Allrad und Diesel und bucht noch einige Extras dazu, liegt der Preis bei über 20 000 Euro. Aber auch das ist günstig. Der Diesel erfüllt die Abgasnorm Euro 6.

Urteil & Fazit

Wenn man über Kleinigkeiten wie etwas wackelige Türgriffe oder die grobe Grafik des Monitors hinweg sehen kann, erhält man mit dem Duster einen robusten SUV zum fairen Preis.

Von Getestet von Florian Giezewski