Der neue Opel Corsa ist bereit für die Zukunft

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Auf der PSA-Kleinwagenplattform ist mit dem neuen Corsa ein attraktiver Opel entstanden. Foto: Opel

Seit 37 Jahren gibt es dieses Kernprodukt von Opel. Seitdem wurden knapp 14 Millionen Einheiten verkauft. Vielen hat der Kleine viele gute Dienste im Alltag geleistet. Wenn nun...

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. Seit 37 Jahren gibt es dieses Kernprodukt von Opel. Seitdem wurden knapp 14 Millionen Einheiten verkauft. Vielen hat der Kleine viele gute Dienste im Alltag geleistet. Wenn nun die sechste Generation anrollt, die auf der IAA ihre Weltpremiere feiert, steht die Marke mit dem Blitz gleichwohl besonders unter Strom. Denn es beginnt eine neue Zeitrechnung durch eine Elektrovariante, die jedoch erst im Frühjahr 2020 verfügbar sein wird. „Die Kunden entscheiden, welcher Corsa für ihren jeweiligen Einsatzzweck der richtige ist“, so Opel-Chef Michael Lohscheller mit Blick auf klassische Verbrenner und E-Antrieb.

Auf der PSA-Kleinwagenplattform ist mit dem neuen Corsa ein attraktiver Opel entstanden. Foto: Opel
Auf der PSA-Kleinwagenplattform ist mit dem neuen Corsa ein attraktiver Opel entstanden. Foto: Opel
Auf der PSA-Kleinwagenplattform ist mit dem neuen Corsa ein attraktiver Opel entstanden. Foto: Opel

Optisch ist das ein echter Opel. Auch der Innenraum und die Sitze haben die Kernwerte modern interpretiert, aber bewahrt. So gibt es weiter klassische Drehschalter, die meist praktischer sind. Und die Differenzierung zu Peugeot 208 und Citröen C3, die ebenfalls auf der PSA-Kleinwagenplattform stehen, werde auch beim Fahrverhalten gewahrt, versichert Frank Jordan, Leiter der Vorentwicklung bei der statischen Präsentation. Ab 13 990 Euro geht es los für den im spanischen Saragossa gebauten Corsa: Der bringt serienmäßig Frontkollisionswarner und Fußgängererkennung mit, Geschwindigkeitsregler und -begrenzer, Spurhalte-Assistent und Verkehrsschilderkennung. Die leichteste Variante hat zudem fleißig abgespeckt – konkret 108 Kilo –, wiegt weniger als eine Tonne. Dabei ist der Fünftürer mit 4,06 Metern länger (mit mehr Beinfreiheit) und breiter geworden, aber auch flacher. Das sorgt zusammen mit der Unterbodenverkleidung für einen sehr guten Luftwiderstandsbeiwert von nur 0,29. Der tiefere Schwerpunkt soll dem Fahrspaß zugutekommen.

Technik und Motoren teilt sich der Corsa mit seinen Konzerngeschwistern. Drei Benziner mit 1,2 Litern Hubraum und drei Zylindern leisten als Sauger und Turbo 55 kW/75 PS, 74 kW/100 PS und 96 kW/130 PS. Die stärkste Version hat ab Werk eine Achtgang-Automatik an Bord. Hinzu kommt ein 1,5-Liter-Diesel mit 74 kW/100 PS. Der Corsa-e hat über der Hinterachse eine 50 kW-Batterie (acht Jahre Garantie), soll eine Reichweite von 330 Kilometer abbilden und mit 136 PS kraftvoll losstürmen. Auch einen kleineren Akku kann man sich später vorstellen für den typischen Einsatz als Zweitfahrzeug im Nahbereich. Dann dürfte der Startpreis von 29 900 Euro niedriger ausfallen. Die Nachfrage sei rege, so Vertriebschef Ulrich Selzer. Optisch hebt sich der Stromer nur durch ein kleines „e“ am Heck und windschlüpfrige Felgen ab. So normal wie möglich soll der Kunde in die neue Welt geführt werden.

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Das Platzangebot ist vorne gut und in Reihe zwei okay. Das Kofferraumvolumen beträgt 309 (Corsa-e: 267) Liter und ist erweiterbar, wobei nach Umklappen der Rücksitzlehnen eine hässliche Stufe stört. Den Corsa gibt es in vier Ausstattungsvarianten. Die Basisversion steht auf 15-Zoll-Stahlfelgen und kommt ohne Klimaanlage aus. Diese ist erst ab „Edition“ (15 850 Euro) an Bord. Die sportliche Linie GS-Line startet ab 19 880 Euro, die auf Komfort setzende Version „Elegance“ ab 17 850 Euro. Außerdem offeriert Opel Extras wie das Matrix-Licht, Massagesitze und vielfältige Personalisierungsmöglichkeiten wie ein volldigitales Cockpit, Zweifarbenlackierung oder farbige Clips für die Felgen.

Von Achim Preu