Neuhauser Ortsbeirat will Fahrer von schweren Lastern schon...

Erst kurz bevor Laster die Pfrimmbrücke passieren, wird derzeit über die Gewichtsbeschränkung informiert.Archivfoto: FWG  Foto:

Das Thema „Schutz der Pfrimmbrücke“ ist wahrlich nicht neu, wurde im Rathaus aber bislang eher stiefmütterlich behandelt. Das zumindest ist die Meinung im Neuhauser...

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NEUHAUSEN. Das Thema „Schutz der Pfrimmbrücke“ ist wahrlich nicht neu, wurde im Rathaus aber bislang eher stiefmütterlich behandelt. Das zumindest ist die Meinung im Neuhauser Ortsbeirat, der deshalb noch einmal nachhaken will. Und damit das mit mehr Nachdruck geschieht, wurde bei der letzten Sitzung am 9. November schon einmal einstimmig ein Grundsatzbeschluss gefasst (wir berichteten). Jetzt lieferte Anja Nett-sträter, stellvertretende Fraktionssprecherin der SPD, den konkreten Antragstext bei Ortsvorsteher Uwe Merz (SPD) ab, der die Forderung des Ortsbeirates dann umgehend an die Stadtverwaltung weiterleiten will.

Schwerlastverkehr kann nicht wenden

Im Kern geht es darum, dass die unter Denkmalschutz stehende, aber sanierungsbedürftige Pfrimmbrücke in der Gaustraße jeden Tag von vielen Lastwagen überquert wird. „Im Moment erfährt der Lkw-Fahrer erst von der zulässigen eingeschränkten Nutzlast der Brücke von 24 Tonnen, wenn er unmittelbar vor der Brücke steht. Der Schwerlastverkehr kann dort gar nicht wenden, rückwärtsfahren ist so gut wie unmöglich. Die Folge: Es wird verkehrswidrig und zum Schaden der Brücke auch mit mehr als 24 Tonnen über die Brücke gerollt. Schäden durch Korrosion sind ja bereits festgestellt“, begründet Anja Nettsträter den gemeinsam von SPD, CDU und Grünen verabschiedeten Antrag. Die Ortsbeiratsmitglieder möchten, dass die Sperrschilder schon früher aufgestellt werden, damit Brummifahrer rechtzeitig eine andere Route wählen können. Sie schlagen vor, diese Schilder am Knotenpunkt Gaustraße/Bebelstraße und Gaustraße/Eckenbertstraße aufzustellen. „Die Verwaltung ist nun aufgefordert, für eine Beschilderung zu sorgen, die es den Kraftfahrern ermöglicht, noch rechtzeitig einen erlaubten alternativen Weg einzuschlagen. Im Idealfall werden die Schilder dann auch in den Navigationsgeräten angezeigt und ermöglichen eine Entlastung der Gaustraße an dieser Stelle und den Erhalt der denkmalgeschützten Brücke“, heißt es wörtlich im gemeinsamen Antrag.

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Ortschef Uwe Merz steht ebenfalls hinter dem Vorstoß des Ortsbeirates. „Denn bisher ist diesbezüglich leider nichts passiert.“ Würde man im Rathaus den Antrag tatsächlich umsetzen, hätte dies noch einen zweiten großen Vorteil, fügt Merz hinzu: „Wir hätten dann auch insgesamt weniger Verkehr in der viel befahrenen Gaustraße, deren schon lange überfällige Sanierung ebenfalls immer wieder geschoben wird.“