Neuhausen: In der Bebelstraße entsteht Neubaukomplex mit 35...

Großer Bahnhof beim Richtfest in der Bebelstraße. Foto: photoagenten/Andreas Stumpf  Foto: photoagenten/Andreas Stumpf

„Worms braucht Wohnungen.“ Auf die Dringlichkeit dieses Sachverhaltes verwies Oberbürgermeister Michael Kissel (SPD) beim Richtfest für 35 Wohnungen in der Bebelstraße....

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NEUHAUSEN. „Worms braucht Wohnungen.“ Auf die Dringlichkeit dieses Sachverhaltes verwies Oberbürgermeister Michael Kissel (SPD) beim Richtfest für 35 Wohnungen in der Bebelstraße. Nachdem die Wohnungsbau GmbH bereits im Juli Richtfest für 54 Wohneinheiten in der Würdtweinstraße feiern konnte, war nun der direkt angrenzende Gebäudekomplex an der Reihe. Mit OB Kissel freut sich auch Wohnungsbau-Geschäftsführer Stefan Hoffmann über den zügigen Verlauf der Bauarbeiten.

Bis Spätsommer bezugsfertig

Der viergeschossige Rohbau konnte in nur sieben Monaten errichtet werden. Die bebaute Grundstücksfläche beträgt 4565 Quadratmeter. Der Brutto-Rauminhalt: 12 970 Kubikmeter. Der Innenausbau läuft derzeit auf Hochtouren. Bis zum Spätsommer 2018 sollen die Wohnungen bezugsfertig sein. OB Kissel würde sich nach eigenen Worten über eine Einweihung zum Backfischfest oder sogar schon zum Rheinland-Pfalz-Tag in Worms freuen.

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Der Oberbürgermeister verwies auf die über 90-jährige Tradition der Wormser Wohnungsbau GmbH. Deren „Kerngeschäft“ sei es – früher wie heute –, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Nachdem sich die Wohnungsbau GmbH über viele Jahre schwerpunktmäßig um die Pflege und den Erhalt ihrer zahlreichen Immobilien gekümmert habe, trete nun wieder stärker das Bauen in den Fokus. Kissel: „Damit wird die Wohnungsbau GmbH ihrem Namen vollauf gerecht“. Kissel: „Der Wohnungsmarkt ist leergefegt – und es vergeht fast keine Bürgersprechstunde, ohne dass uns Menschen auf diese Wohnungsnot aufmerksam machen.“ Die Wartelisten seien lang und der Wohnraumbedarf enorm.

Der Oberbürgermeister – zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Wohnungsbau GmbH – erklärte: „Die beiden Wohnungsbauprojekte in der Bebel- und in der Würdtweinstraße sind ein wichtiger Bestandteil unseres Masterplanes Wohnungsbau 2025.“ Das Stadtoberhaupt verwies auf die Bedeutung von Vernetzung. Man stehe hier vor ganz großen Herausforderungen. Dabei seien nicht nur die öffentliche Hand, sondern auch private Träger und Investoren gefordert. Kissel: „Unser Ziel ist eine kooperative Stadtentwicklungspolitik.“

Geschäftsführer Stefan Hoffmann zeigte sich erfreut über die guten Baufortschritte in der Bebel- und in der Würdtweinstraße und erklärte: „Die Zusammenarbeit hier auf der Baustelle läuft sehr positiv – alle sind unermüdlich bei der Sache, es gab keinerlei Dissonanzen.“ Von der Entwurfs- und Ausführungsplanung durch das Osthofener Architekturbüro „a.i.b.“ über die Ausschreibungsphase bis hin zur Ausführung durch die beteiligten Handwerksbetriebe und Ingenieure liege man im Plan. Als „Bremsklotz“ habe sich nur die Materialbeschaffung erwiesen. Hoffmann würdigte auch den zweiten Bauabschnitt als „sehr ansprechende Architektur.“ Das Bauprojekt Bebelstraße sei eine gelungene Ergänzung und Abrundung des Gebäudekomplexes in der Wüdtweinstraße. Das Ganze schmiege sich harmonisch an das benachbarte Städtebild des „Liebenauer Feldes“ und der östlich angrenzenden Altbauten an.

Kissel nannte nochmals die Zahlen. So gliederten sich die 35 Wohneinheiten in der Bebelstraße, in Zwei-, Drei- und Vierzimmer-Wohnungen, seien also für Familien- und Einzelpersonen gleichermaßen geeignet. Eine Aufzuganlage sorge für den barrierefreien Zugang zu allen Geschossen. Auch die Wohnungen seien barrierearm bis barrierefrei. Die Beheizung erfolgt über Fernwärme aus mindestens 80 Prozent regenerativen Energieträgern. Zum Projekt zähle eine Tiefgarage und ein Parkdeck in der Würdtweinstraße. Weitere 13 Parkplätze entstehen im Freien. Der Massivbau aus Kalkstein und Stahlbeton werde durch ein Wärmedämmverbundsystem gedämmt. Die Dachflächen werden extensiv begrünt.