Ein Teil des Films „Irrtum“ wird in Worms gedreht

Ein Teil der Dreharbeiten für den Film „Irrtum“ wurde in  Worms absolviert. Foto: BK/Boris Korpak

Regisseur Frank Schraml hat einige Szenen seines Films "Irrtum" in Worms aufgenommen. In einem Stadtteil, in dem auch einer der Hauptdarsteller wohnt. Wir haben das Team am...

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HOCHHEIM/WORMS. Christian Kutsche ist Wormser und der vierte Hauptdarsteller von dem Kriminalfilm „Irrtum – Der Film“. Es geht um Mord, um Korruption und um den Titel gebenden „Irrtum“. Mehr sollte an dieser Stelle nicht verraten werden, soll es doch spannend bleiben, bis der Film über die Leinwände der Kinos läuft, im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen ist oder auf Netflix.

Wormser Stadtteil wurde zum Drehort

Der Hauptteil des Krimis spielt in der Justizvollzugsanstalt Frankfurt-Preungesheim, doch auch Worms wurde für einige Stunden zum Filmset – genauer gesagt: der Stadtteil Hochheim. Dort hatte Christian Kutsche sein Haus zur Verfügung gestellt und diese Zeitung eingeladen, dem Filmteam bei der Arbeit zuzusehen. Kutsche selbst öffnet die Haustür und steht in der Uniform eines Justizbeamten im Türrahmen. Das Team pausiert gerade, denn die Kirchenglocken läuten. Im Garten wartet Drehbuchautor, Regisseur und Darsteller Frank Schraml mit Kamerateam, Tontechniker und Darstellerin Brigitte Rieger auf das Verstummen der Glocken. „Die Tontechnik ist sehr empfindlich“, erklärt Schraml. Da stört sogar die leise Umwälzpumpe des Hauspools unter dem Bodenverdeck. Die ist rasch abgestellt und der Tontechniker ist zufrieden.

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Währenddessen gibt Schraml letzte Anweisungen, wie er sich die kommende Szene vorstellt. Einer der nächsten Takes sieht eine Auseinandersetzung zwischen Kutsche und seiner Film-Ehefrau vor. Sie habe die sprichwörtlichen Hosen an, sagt Schraml. Warum das so ist, sollte aber nicht verraten werden, denn das Verhalten der Ehefrau ist nicht ohne Grund. Akribisch werden die aufgenommenen Szenen auf dem Papier dokumentiert, während das Team in Position geht. Die Dokumentation erleichtert den späteren Zusammenschnitt des Films.

Bald darauf kann es weiter gehen. Die Glocken sind verstummt, und das Licht ist günstig. Die Filmklappe wird in die Luft gehalten und mit einem „Und bitte!“ aus dem Mund des Regisseurs wird aus Christian Kutsche und Brigitte Rieger ein Ehepaar im heimischen Garten. Darsteller, Team, Equipment – alles ist also da. Das einzige was in gewisser Weise fehlt, sind die finanziellen Mittel. Denn bei diesem Film handelt es sich um ein sogenanntes „Low-Budget-Projekt“, also um einen Spielfilm, der mit einem geringen Budget außerhalb der Filmstudios realisiert wird. Alle Mitwirkenden arbeiten demnach ohne Honorar. Der Spaß und die Freude am Mitwirken stehen im Vordergrund.

Christian Kutsche beispielsweise ist im wahren Leben ebenfalls ein Inspektor – jedoch bei einem großen Ludwigshafener Chemieunternehmen. Das Datum für die Premiere steht bereits fest. Diese ist für den 20. Dezember im Parktheater in Bad Nauheim geplant. Umso mehr hofft das Team, dass Corona keinen Strich durch diese Planung macht. Der Wunsch aller ist groß, dass der Film in die großen Kinos kommt oder ins Fernsehen. Wenn nicht in diesem Jahr, dann spätestens im nächsten.

Wer mehr über den Film „Irrtum“, die Macher und die Hintergründe in Erfahrung bringen möchte, kann sich im Internet unter www.irrtum-derfilm.de darüber informieren.