Terence Hill kommt zum Backfischfest nach Worms: Mit OB Kissel...

Terence Hill. Foto: dpa

Einen Weltstar für das Backfischfest hatte OB Michael Kissel angekündigt. Und jetzt ist das Geheimnis gelüftet: Es ist Terence Hill.

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WORMS. Die Einladung zur Pressekonferenz am Dienstag klang geheimnisvoll: „OB Kissel holt Weltstar, der mit Worms verbunden ist, nach Worms.“ Vor der Tür zum Sitzungssaal wurde klar, um wen es gehen könnte: Dort stand – Trommelwirbel – Terence Hill. Zwar in Lebensgröße, aber aus Pappe. Noch. Denn er kommt wirklich: Einen Tag vor dem Start des Backfischfestes reist der Schauspieler nach Worms, wird sich „seine“ Brücke ansehen und dann seinen neuen Film präsentieren.

Der heißt „Mein Name ist Somebody – Zwei Fäuste kehren zurück“ und wird am Freitag, 24. August, 20.30 Uhr, Open Air auf dem Kunstrasenplatz im hinteren Teil des Wormatia-Stadions zu sehen sein. Tickets zu neun Euro gibt es ab sofort im Vorverkauf in der Kinowelt Worms in der Wilhelm-Leuschner-Straße (die viele Wormser nach wie vor KW nennen). Der Wormser Kinobetreiber Patrick Mais wird gemeinsam mit der Kultur und Veranstaltungs GmbH dieses Open-Air-Kino auf die Beine stellen.

In einem kurzen Filmbeitrag ist Terence Hill bereits zu sehen. „Ist es wirklich wahr, dass ihr einer Brücke meinen Namen gegeben habt“, fragt der weltberühmte Schauspieler da auf Deutsch. Und freut sich deswegen natürlich ganz besonders über die persönliche Einladung von OB Michael Kissel. „Ich komme sehr gerne“, bekräftigt er. Was als Gaudi in einem Facebook-Blog des Wormser Musikers und Schauspielers Peter Englert begann, wird nun also ernst. „Ich wusste, dass Terence Hill in diesem Jahr nach Deutschland kommt und wollte unbedingt die Chance nutzen, ihn in unsere Stadt einzuladen, mit der der Schauspieler gleich in zweifacher Hinsicht verbunden ist“, erklärt der Stadtchef. Denn nicht nur, dass Terence Hill zwar der (noch) inoffizielle, aber berühmte Pate der Fußgängerbrücke am Rhein ist, er ist auch ein Nibelunge. 1966/1967 spielte er, damals noch unter seinem bürgerlichen Namen Mario Girotti, in Harald Reinls Film „Die Nibelungen“ Kriemhilds Bruder Giselher. Und auch damals zur Filmpremiere besuchte er bereits die Stadt der Nibelungen.

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Nun Doppelname für die Brücke?

In diesem Jahr wird sein Auftritt wohl der prominente Höhepunkt des Rahmenprogramms des Backfischfestes – schließlich sei im Zuge des großen Weinfestes auch die Brückenbenennung entstanden, so OB Kissel. Aber, so Kissel, wichtig sei ihm dennoch, dass die Brücke nicht gänzlich umbenannt werde. „Denn auch Karl Kübel war eine herausragende Persönlichkeit unserer Stadt, der wir viel verdanken“, betont der Oberbürgermeister. Aus Kübels Handel mit Möbelbeschlägen ging 1945 die 3K-Möbelwerke hervor, die sich im Laufe der Jahre mit preisgünstiger Massenfertigung zu einem der größten Möbelhersteller Europas mit rund 3800 Mitarbeitern entwickelten. Im Jahr 1973 verkaufte er die Möbelwerke und gründete mit dem Verkaufserlös von 37 Millionen Euro und einem Großteil seines Privatvermögens die Karl-Kübel-Stiftung für Kind und Familie. „Die Brücke wird deshalb quasi einen Doppelnamen erhalten, sofern die Gremien zustimmen. Sie wird künftig Karl-Kübel-Terence-Hill-Brücke heißen“, erklärt OB Kissel. Und zwar dann ganz offiziell.

Kvg-Geschäftsführer Sascha Kaiser dankt der Wormser Wirtschaft, die durch ihr Sponsoring diesen Abend erst möglich machte. Die Agentur von Terence Hill hatte Worms für die Deutschland-Tour nicht vorgesehen, und bei der Anfrage aus Worms zur Bedingung gemacht, dass es eine Open-Air-Vorführung für mindestens 4000 Gäste gibt. Auf dem Trainingsplatz der Wormatia werden bis zu 5000 Film-Freunde auf dem Kunstrasen Platz nehmen können.