Stadt Worms sammelt Wunschliste für öffentlichen Nahverkehr

Wo soll die Fahrt hingehen? Wormser können ihre Ideen für den Nahverkehr an die Stadt schicken.  Archivfoto: pakalski-press/Christine Dirigo

Der Busverkehr in Worms soll neu ausgeschrieben werden. Ab 2024 könnten sich Taktung und Linien ändern. Aber wäre das auch im Sinne der Buskunden? Oder haben die ganz andere Ideen?

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WORMS. Was wünschen sich die Wormser für den öffentlichen Nahverkehr? Ist ihnen die Taktung der Busverbindungen besonders wichtig? Die Streckenführung? Die Barrierefreiheit? Das Aussehen der Fahrzeuge? Oder sind es ganz andere Themen, die man so vielleicht gar nicht auf dem Schirm haben mag?

Die Stadt schreibt den Busverkehr für Worms neu aus. Ab Mitte 2024 heißt es: neues Spiel bei der Fahrt aus dem Busdepot. Linien, Taktung, Ausstattung der Busse – die Stadt hat jetzt die Gelegenheit dazu, sich grundlegend mit diesen Themen auseinanderzusetzen und auf Jahre hinaus für Veränderung zu sorgen. Es ist eine große Chance. Dies allein ist keine Neuigkeit. Neu ist aber, dass die Stadt die Wormser dazu aufruft, ihre Ideen, Vorstellungen und Wünsche für den künftigen Nahverkehr in einer E-Mail zu formulieren.

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Wie die Stadtverwaltung mitteilt, wurde extra eine E-Mail-Adresse eingerichtet, an die sich die Bürger wenden können: Unter mobilitaet@worms.de können die Wormser ihre Erfahrungen und Hinweise loswerden. Nach Angaben der Verwaltung sammelt Torsten Filsinger, der neue ÖPNV-Beauftragte der Stadt, gemeinsam mit dem Stadtentwicklungsdezernenten Timo Horst (SPD) die Vorschläge, die dann wiederum in die Ausschreibung der Stadt miteinfließen sollen. Derzeit bereitet die Stadt die Ausschreibung vor.

Wormser Busverkehr zu Schulen soll besser werden

„Unser Nahverkehr soll sich an den Bedürfnissen unserer Bürgerinnen und Bürger ausrichten. Denn schließlich wollen wir ihn so attraktiv gestalten, dass möglichst viele ihn auch nutzen. Deshalb freuen wir uns nun auf eine rege Beteiligung und die Vorschläge“, erklärt Horst die Idee hinter dem E-Mail-Postfach. Keine Frage: Mit DB Bus Regio Mitte, einem Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, das derzeit die Wormser durch die Stadt fährt, sind etliche Buskunden unzufrieden. Dies war so auch mehrmals Thema im Stadtrat sowie in den entsprechenden Ausschüssen.

Ab Mitte 2024, wenn dann das Unternehmen den Busverkehr übernimmt, das die Ausschreibung für sich entscheidet, soll vielleicht nicht alles, aber doch vieles besser werden. Die Stadt will für den neuen Busverkehr eine bessere Anbindung der Stadtteile in die Innenstadt und in andere Stadtteile erreichen. Vor allem soll auch die Anbindung an die Schulen verbessert werden. Dafür solle die neue Verkehrsplanung bessere Taktungen und Anpassungen der bisherigen Linien beinhalten, teilt die Stadt mit.

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Da diese dann mit der neuen Ausschreibung für zehn Jahre gilt, wolle man möglichst viele Meinungen zum Nahverkehr bekommen. Ortsverwaltungen und Schulen sowie Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen habe die Stadt bereits einbezogen in die Planspiele. Nun sind die Wormser dran. „Mit der geplanten Wiedereinführung des Fahrgastbeirats und dem nun eingerichteten Postfach wollen wir die Bürgerinnen und Bürger wesentlich bei der Verbesserung unseres Nahverkehrs miteinbeziehen“, sagt der ÖPNV-Beauftragte Filsinger.

Von Claudia Wößner