Mit Picknickkorb in die Pfalz

Auch Schaulustige waren gekommen, um sich die Oldtimer anzuschauen. Foto: BK/Axel Schmitz

In Worms trafen sich der Fiat-Spider-Stammtisch Rheinhessen-Pfalz und die AutoKlassik Worms zur gemeinsamen Ausfahrt. Und es gab einige Oldtimer zu Bestaunen.

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WORMS. Oldies but Goldies – was vor allem in der musikalischen Welt dominiert, trifft auch zweifellos auf Autoklassiker zu. Am Sonntagmorgen trafen sich der Fiat-Spider-Stammtisch Rheinhessen-Pfalz und die AutoKlassik Worms auf dem Parkplatz des Wormatia-Stadions zur gemeinsamen Ausfahrt inklusive späterem Picknick.

Sich nach den Corona-Lockerungen endlich mal wieder gemeinschaftlich zu treffen, darauf hatten sich die Fahrer am meisten gefreut. „Nicht nur die Fahrer, auch die Autos müssen mal wieder an die frische Luft“, lachte Claus Kappes, Organisator des Spider-Stammtischs. Die Teilnehmer kennen sich fast alle untereinander und die Freude über das Wiedersehen war entsprechend groß. Begrüßt wurde mit den Ellenbogen anstelle des sonst üblichen Schulterklopfens oder der Umarmung. „Wir berücksichtigen verantwortungsvoll die gegebenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und beugen entsprechend vor“, hatte Kappes zuvor angekündigt.

Alle hatten einen Picknickkorb dabei – gut gefüllt mit Leckereien. Denn von einer Einkehr wurde sicherheitshalber abgesehen. „Wir sind einfach zu viele Leute“, erklärte Kappes. Stattdessen hatten die Organisatoren auf der geplanten Route zwei große Parkplätze für ein Picknick ausgesucht, damit für alle genügend Platz vorhanden ist. „Natürlich werden die Abstandsregungen eingehalten“, versicherte Arno Förster von AutoKlassik Worms, der die Route ausgearbeitet hatte.

Die Strecke führte nach Gau-Odernheim, über Fürfeld, durch Appeltal und Rockenhausen bis nach Kirchheimbolanden. Von dort aus ging es wieder in Richtung Heimat. Zuvor waren Infoblätter ausgeteilt worden, die erläuterten, wie sich Fahrer auf einer Kolonnenfahrt richtig verhalten. Der Termin hatte sich sehr schnell bei den Fans herumgesprochen. Auch aus dem Kreis Frankenthal und dem hessischen Heppenheim waren Oldtimer-Freunde gekommen, um sich anzuschließen. „Wir sind eine lockere Gemeinschaft ohne Zwang“, so Förster. Anmelden musste sich niemand. „Wer do is, is do.“

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Außerdem waren viele Zaungäste zum „Festplatz to go“ gekommen, um sich die historischen Fahrzeuge anzuschauen. Claus Kappes beispielsweise fuhr einen „Pininfarina Spider-europa“. Ein Fahrzeug, das er sehr schätzt. Mit seinem VW-Bulli war Jürgen Brixner aus Nordheim dabei. Er sei Oldtimerfan durch und durch, erklärte er. Einen Neuwagen brauche er nicht. Mit seinem Bulli sei er immer unterwegs. „Außer wenn es regnet.“ Dann hat sein Fahrzeug Schonzeit. Wartungsarbeiten führe er selbst aus. Nur bei richtigen Reparaturen werde das Gefährt zur Werkstatt gebracht. Ein Hobby, das kostenintensiv werden kann. Jürgen Daubermann aus Alsheim war mit seinem Ford Escord Baujahr 1981 nach Worms gekommen. Und er hat Glück, als Inhaber eines Autohauses mit Werkstatt kann er viele Reparaturen selbst erledigen.

Von Karl M. Wirthwein