„MediGrün Naturprodukte“ spendet 35 000 Euro ans Klinikum

Große Freude über die spontane Erhöhung der Spendensumme von 15 000 auf 35 000 Euro bei der Scheckübergabe (v.l.): Mihaela Grün, Prof. Dr. Heino Skopnik und Markus Grün. Foto: BK/Ben Pakalski

Nachdem ihr Sohn Andreas vor zwei Jahren gestorben ist, wollen Mihaela und Markus Grün von „MediGrün Naturprodukte“ in Worms nun für andere kranke Kinder kämpfen.

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WORMS. Es war kein üblicher Spendenübergabetermin. Eigentlich wollte das Unternehmen „MediGrün Naturprodukte“ der Kinderklinik des Wormser Klinikums 15 000 Euro übergeben. Doch dann passierte, was keinen der Anwesenden kalt ließ: Nicht nur, dass die Firmengründer Markus und Mihaela Grün spontan 20 000 Euro auf die ursprünglich geplante Summe drauflegten – somit also 35 000 Euro spendeten und den Chefarzt der Wormser Kinderklinik, Prof. Dr. Heino Skopnik, für wenige Sekunden sprachlos machten. Auch vermittelten die Firmengründer den Hintergrund der Spende: 2018 verstarb Sohn Andreas mit zwölf Jahren im Berliner Herzzentrum.

Die Diagnose kurz nach der Geburt lautete Transposition der großen Gefäße (TGA); die Aorta und die Pulmonalarterie waren vertauscht. Dem Jungen machte ein schwerer Verlauf zu schaffen, weshalb unzählige Krankenhausaufenthalte nötig wurden. Die Eltern ließen nichts unversucht: Deutschlandweit stellten sie ihren Sohn Medizinern vor – doch trotz des elterlichen und ärztlichen Engagements verlor Andreas den Kampf. Während der Klinikaufenthalte waren die Eltern natürlich nah dran am Geschehen und ihnen wurde bewusst, an welchen Untersuchungsgeräten und technischen Apparaturen es auf den Stationen mangelt.

Nun sind zwei Jahre vergangen und die Kraft ist zurückgekehrt, den Kampf zugunsten anderer kranker Kinder aufzunehmen. Gerne wollten Markus und Mihaela Grün also die Kinderklinik bei der Anschaffung eines Ergospirometrie-Systems unterstützen, wodurch die potenzielle Leistungsfähigkeit der Lunge ermittelt wird. Rund 54 000 Euro müssen hierfür aufgebracht werden. 20 000 Euro hatten den Chefarzt wenige Stunden zuvor durch die „Leser helfen“-Aktion dieser Zeitung erreicht. „Damit kommen wir ziemlich weit“, freute er sich. Da bei der Spendenübergabe in den Räumlichkeiten des Nahrungsergänzungsmittelproduzenten 35 000 Euro obendrauf kamen, kann die bedeutsame Anschaffung nun früher als geplant erfolgen.

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Von Martina Wirthwein