Impfen soll in Worms noch unkomplizierter werden

Das Impfzentrum in der Nikolaus-Doerr-Halle: Wie kommen die Senioren dort hin? Das DRK bietet einen Fahrservice an, die SPD will sich für eine Bushaltestelle einsetzen. Archivfoto: pp/Pakalski

Das DRK bietet einen kostenlosen Fahrservice zum Impfzentrum an. Die CDU freut sich, dass ihre Anregung umgesetzt wurde. Die SPD will noch eine Bushaltestelle vor der Doerr-Halle.

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WORMS. (red). Der DRK-Kreisverband Worms bietet den Wormser Senioren ab dem heutigen Montag einen kostenfreien Fahrdienst zum Impfzentrum an. Eine Nachricht, die ankommt. Nicht nur bei den Senioren. Die Wormser Landtagsabgeordnete und CDU-Vorsitzende Stephanie Lohr freut sich in einer gemeinsamen Pressemeldung mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Klaus Karlin darüber, dass man ihre Anregung umgesetzt habe. SPD-Vorsitzender und Landtagsabgeordneter Jens Guth liefert, ebenfalls per Pressemeldung, noch weitere Vorschläge, um den Zugang zur Impfung für die Senioren noch reibungsloser zu gestalten.

Knackpunkt, noch vor der Frage, wie die Senioren eigentlich zum Impfzentrum kommen, bleibt die Anmeldung. Inzwischen bieten die Ortsverwaltungen darum entsprechende Hilfe an. Mit regem Zuspruch, wie Lohr berichtet. „Besonders in den ersten Tagen, weil die zentrale Hotline des Landes total überlastet war.“ Darüber hinaus biete auch die SPD-Geschäftsstelle in Worms einen telefonischen Termin-Service an, teilt Guth mit. Aufgrund der Lieferengpässe beim Impfstoff würden Interessenten bei Online-Anmeldung derzeit allerdings die Nachricht erhalten, dass keine Termine verfügbar, da alle Kontingente belegt sind. SPD-Geschäftsführer Dirk Beyer biete den Service dennoch an, „denn ist man einmal registriert, ist man beim nächsten Schwung dabei!“ Ist der Impftermin vereinbart, stellt sich die Frage nach dem Transport. Nicht alle Senioren sind mobil. Wer einen Impftermin hat, aber keine Möglichkeit, zur Nikolaus-Doerr-Halle zu kommen, kann ab heute auf die ehrenamtlichen Dienste des DRK zurückgreifen. Die Anmeldung zum Fahrdienst läuft über die jeweilige Ortsverwaltung. Aber: Der Fahrdienst werde durch Spenden und ehrenamtliche Arbeit ermöglicht, das Kontingent sei begrenzt. Lohr und Karlin appellieren daher an die Fairness der Nutzer: „Das Angebot sollten wirklich nur Menschen anfragen, die keine Alternative haben.“ Auch das DRK will nach eigenen Angaben nicht in Konkurrenz zu Taxen oder anderen Fahrdiensten treten. Die Ortsverwaltungen geben die Anfrage des Impflings darum auch nur dann ans DRK weiter, wenn es keine Alternative gibt, das Impfzentrum anderweitig zu erreichen. Hier wiederum setzt die SPD an. Man habe „bereits eine Anfrage gestellt, ob kurzfristig eine Bushaltestelle direkt an der Nikolaus-Doerr-Halle errichtet werden kann“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Uwe Gros. „Die Entfernung zu den bestehenden Haltestellen stellt für viele eine große Hürde dar“, weiß Guth. Er hat sich außerdem mit dem rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium in Verbindung gesetzt, um zu klären, wer für die Kosten aufkommt, sollten sich die Senioren ein Taxi zum Impfzentrum rufen müssen. Antwort: Die rheinland-pfälzischen Krankenkassen übernehmen unter bestimmten Voraussetzungen die Fahrtkosten. „Es bedarf dazu vorab nur einer Verordnung zur Krankenbeförderung von dem sonst behandelnden Arzt. Auch die von der Pandemie stark betroffene Taxibranche kann diese Dienste leisten“, so Guth.