Hilfsbereitschaft für Wormser Tafel geht unter die Haut

Die Wormser Tafel mit Geschäftsführer Jürgen Sehrt (l.) freut sich über die breite Unterstützung der Aktion „Die Tafel kommt“ durch  die Kirchengemeinden und die Stadt Worms mit Oberbürgermeister Adolf Kessel (2.v.l.). Foto: BK/Andreas Stumpf

Die Aktion „Die Tafel kommt“ wird dank umfangreicher Unterstützung ein voller Erfolg. Dafür sagen die Initiatoren Danke.

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WORMS. Die Wormser Tafel mit Geschäftsführer Jürgen Sehrt freut sich, dass mit Unterstützung der Kirchengemeinden und der Stadt Worms mit Oberbürgermeister Adolf Kessel an der Spitze sowie dank zahlreicher Spenden die Aktion „Die Tafel kommt“ ein voller Erfolg geworden ist. Sehrt hatte Oberbürgermeister Adolf Kessel und Vertreter der Kirchen eingeladen, um seinen Dank für die umfangreiche Unterstützung kundzutun.

Lieferservice für Bedürftige

Am 16. März musste die Tafel schließen, da die Lebensmittelspenden knapp wurden und um die Ansteckungsgefahr für die zumeist älteren Mitarbeiter zu minimieren sowie die Tafelkunden zu schützen. Daraufhin initiierte Sehrt gemeinsam mit Tafel-Koordinatorin Elisabeth Steinmeyer-Steffens einen Lieferservice zugunsten jener, die am dringendsten der Lebensmittelrationen bedürfen (wir berichteten). Alle konnten aus Kostengründen nicht unterstützt werden, erklärt Sehrt, weshalb die Entscheidung zugunsten Bedürftiger über 60 Jahre, Alleinerziehender und Familien mit vielen Kindern sowie Obdachlose fiel. Ebenso wurden Kisten gepackt, die die Pflegedienste für ihre Patienten abholen.

Das verbliebene sechsköpfige Team erhielt hoch motivierte Unterstützung von zahlreichen Freiwilligen – darunter viele Schüler und Studenten, nachdem Jürgen Sehrt einen Hilferuf an das katholische Dekanat und den Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BdKJ) geschickt hatte. „Zwei Tage später bekam ich die Rückmeldung, dass 35 Fahrzeuge zur Verfügung stehen“, freut sich der Geschäftsführer, der von einer Spenden- und Hilfsbereitschaft spricht, „die mir unter die Haut gegangen sind.“

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Dagegen ist die Aktion „Fasten und Gutes tun“ aufgrund der Corona-Krise nicht so gut gelaufen wie erhofft. „Was ja auch verständlich ist“, resümiert Sehrt. Gottesdienstbesucher in Worms und in der Region waren zu Spenden zugunsten der Tafel aufgerufen, doch weil die Kirchgänge aufgrund der Corona-Krise untersagt worden sind, blieben so manche Spendentüten unangetastet. Dennoch kamen 2350 Euro zusammen, die ein Segen sind, wie der rührige Tafel-Geschäftsführer sagt. Hinzu kommen weitere finanzielle Zuwendungen, die sich unterm Strich auf über 40 000 Euro beziffern und sich aus zahlreichen Einzelspenden zusammensetzen, die nach der Bekanntgabe der Tafel-Schließung eingegangen waren.

Von Martina Wirthwein