DRK-Waldkindergarten in Worms feiert zehnjähriges Bestehen

Hier macht das Spielen Spaß: Im DRK-Waldkindergarten steht ein insgesamt 1600 Quadratmeter großes Gelände zur Verfügung, das gerne genutzt und erkundet wird. Foto: photoagenten/Alessandro Balzarin  Foto: photoagenten/Alessandro Balzarin

Aus einer Elterninitiative um Annette Esselborn, heute die Leiterin des DRK-Familienzentrums Worms, ist vor zehn Jahren im Erlebnisgarten der DRK-Waldkindergarten entstanden....

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WORMS. Aus einer Elterninitiative um Annette Esselborn, heute die Leiterin des DRK-Familienzentrums Worms, ist vor zehn Jahren im Erlebnisgarten der DRK-Waldkindergarten entstanden. Zum Geburtstag wurde nun ein Familienfest gefeiert, das die Kinder mit Liedern einleiteten.

„Aus dem Bedürfnis der Eltern, eine Krabbelgruppe zu gründen, entstand ein ,Juwelchen‘. Es ist beachtlich, was in den zehn Jahren auf dem Gelände der Stadt gewachsen ist, auch durch den Arbeitseinsatz der Familie Esselborn und der Eltern“, lobte Anke Marzi, Geschäftsführerin des rheinland-pfälzischen Roten Kreuzes. „Außer dem Waldkindergarten entstanden der ,Hort im Grünen‘ und die Krippengruppe in der Hagenstraße. Die Einrichtungen mit 78 Plätzen, für die wir vor zwei Jahren die Trägerschaft übernommen haben, sind inzwischen ein fester Bestandteil in der Betreuungslandschaft.“

Der Waldkindergarten sei eine gewaltige Aufwertung der Wormser Kita-Landschaft und ein Aushängeschild für die Stadt, betonte Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek. Auch er lobte die Eigenleistung der Eltern bei der Ausstattung des Geländes, das die Stadt zur Verfügung gestellt hatte. Bereits 2009 sei die Einrichtung in den Bedarfsplan der Stadt aufgenommen worden. „Die ,Kita ohne Dach und Wände‘ ist ein Ort, wo sich die Kinder wohl fühlen“, so Kosubek, der als Geburtstagsgeschenk einen „gefüllten Umschlag“ von Oberbürgermeister Michael Kissel überbrachte.

Die Waldkinder halten sich überwiegend in der Natur auf und spielen mit den Dingen, die sie dort vorfinden, was zu kreativem Spielen anregt und die kindliche Entwicklung fördern soll. Bei extremen Wetterlagen bieten ihnen der Bauwagen, das Umwelthaus und die neue Holzblockhütte eine Unterschlupfmöglichkeit, wobei die Kinder mit entsprechender Kleidung auch gerne bei Regen draußen sind, wie Erzieher Alexander Hauck, Vertreter der erkrankten Annette Esselborn, informierte. „Die Kinder erleben den gesamten Kreislauf der Natur, lernen aber auch Konflikte zu lösen und mit Gefahren umzugehen“, sagte er.

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„Es ist eine Freude zu sehen, wie die Kinder hier werkeln“, begeisterte sich Landtagsabgeordneter Jens Guth (SPD), und Bundestagsabgeordneter Jan Metzler (CDU) war sich sicher: „Hier wird Kindheit zum Erlebnis.“ Spontan versprachen beide eine finanzielle Förderung.

Nach der offiziellen Feier war zum Büfett eingeladen und zu einem Rundgang, bei dem sichtbar wurde, welche Spielmöglichkeiten es auf dem 1600 Quadratmeter großen Gelände gibt.

Weiterhin gab es Aktionen wie „Wald-Xylophon bauen“, „Kinder Yoga“ oder „Weberei am Tipi“, und die Hort-Kinder hatten mit Erzieher Stefan Pohlmann ein Schätzspiel vorbereitet: „Wie viele Kastanien befinden sich in dem Riesenglas?“, fragten Felix und Destiny. Der Gewinner erhielt ein Glas selbst hergestellten Apfelkompotts. Viel Spaß brachte auch der Hindernislauf des Wormser Rugby Clubs.

Von Bea Witt