10 000 Euro für Wormser Partnerschule erlaufen

Bei der Siegerehrung des Ruandalaufs verteilt Oberbürgermeister Adolf Kessel Gutscheine. Foto: pakalski-press / Ben Pakalski

Am Ruandalauf nehmen 242 Schüler des Gymnasiums im Pfrimmpark teil. Mit der Spendensumme von 10 000 Euro soll im Centre Scolaire Kibanda ein Ausbildungszentrum gebaut werden.

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WORMS. Die Ausgangslage im Jahr 2002 war ernüchternd: Etwa 500 Kinder im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren wurden in einem Gebäude mit dreizehn Klassenzimmern, von denen neun wegen Baufälligkeit unbenutzbar waren, unterrichtet. Die Kinder saßen auf dem Boden. Es gab weder Toiletten noch Zisterne. Damit gemeint ist das Centre Scolaire Kibanda, die Partnerschule des Gauß-Gymnasiums in Ruanda.

Seit knapp 20 Jahren führt das Gymnasium im Pfrimmpark einen Spendenlauf zugunsten dieser Schule durch. Am Lauf beteiligen sich die Schüler der jeweils sechsten Klassenstufe, die im Vorfeld im Verwandten- und Bekanntenkreis Sponsoren suchen. Im vergangenen Jahr hat Corona der guten Sache einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der sogenannte Ruandalauf fiel aus. Aus diesem Grund haben übrigens drei Klassen ihre Klassenkasse gespendet, wodurch aufgerundet 1000 Euro als Corona-Hilfe an die Schule in Ruanda überwiesen werden konnten.

„In diesem Jahr wollten wir aber nicht noch einmal auf das Ereignis und die Unterstützung unserer Partnerschule verzichten. Alle Schüler der sechsten und siebten Klassen sind daher in ihren Sportstunden auf dem schuleigenen Sportplatz gelaufen“, erklärt die Organisatorin des Ruandalaufs, Claudia Zuber. Auch fand der Lauf nicht an einem einzelnen Tag statt, sondern vom 28. Juni bis 7. Juli in den jeweiligen Sportstunden. Teilgenommen haben 242 Schüler, die im Durchschnitt 16 Runden, beziehungsweise 6,4 Kilometer gelaufen sind. Und es gibt weitere Zahlen: Mit durchschnittlich 20 Runden schafften die Schüler der 7b die höchste Rundenzahl, während mit 1815,25 Euro die 6a die höchste Spendensumme erlaufen hat.

Im Rahmen einer kleinen Siegesfeier hob Oberbürgermeister Adolf Kessel das Engagement der Schüler hervor. „Vor allem in der Coronazeit war diese Spende so wichtig.“ Wurden während der Siegesfeier 9500 Euro als erreichte Spendensumme genannt, konnte Zuber im Anschluss daran weitere Umschläge mit Sponsorengeldern entgegennehmen, sodass mehr als 10 000 Euro erlaufen wurden. Das Geld soll für den Bau eines der Partnerschule zugehörigen Ausbildungszentrums verwendet werden. Mit den seit 2002 erlaufenen Geldern wurde unter anderem ein Schulneubau erstellt und ein Neubau für weiterführende Klassen errichtet.

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Von Martina Wirthwein