Die Pläne für die Sanierung der Burg werden umgeschmissen. Die neue Reihenfolge der Arbeiten soll Geld sparen. Außerdem greifen dort nicht nur Bauarbeiter, sondern auch...
SONNENBERG. Von der Sanierung der Sonnenberger Burg war einmal mehr im Ortsbeirat die Rede. Der Leiter des Kulturamts, Jörg-Uwe Funk, trug vor: Es sei sinnvoll, Arbeiten vorzuziehen, die erst 2020/21 stattfinden sollten. Bleibe man bei der Reihenfolge, wie man sie 2018 beschlossen hat, werde die Sanierung teurer. Bund und Land haben für die Herrichtung der Südmauer und des Mauerschlusses 350 000 Euro zugesagt und überwiesen, so Funk.
Auf der Baustelle wurden bei Grabungen auch archäologische Funde gemacht. Um Kostbarkeiten zu sichern, schickt das Landesamt für Denkmalpflege einen Archäologen. Bislang seien durch die Funde, die sorgfältig dokumentiert werden, keine Verzögerungen bei den Bauarbeiten entstanden. Jetzt sei durch die Grabungen allerdings infragegestellt, wo sich einst die Zufahrt zur Burg befunden haben könnte. Beim Hochbauamt wird überlegt, ob Schautafeln aufgestellt werden sollen, um die Bürger an den Entdeckungen teilhaben zu lassen.
Der Baustellenverkehr zur Burg beschäftigte den Ortsbeirat über mehrere Sitzungen. Ergebnis: Die enge Gasse „Am Schloßberg“ wurde Einbahnstraße bergabwärts. Seitdem stünden ortsunkundige Autofahrer vor den Sperrschildern im Kreuzungsbereich Schuppstraße/Talstraße und wüssten nicht mehr weiter. Deshalb wird beantragt, eine entsprechende Umleitungsbeschilderung einzurichten..
Der Spielplatz am Kurweg, der auch die Gemarkungsbezeichnung „Liebenburg" trägt, fristet derzeit ein trauriges Dasein. Eva Gerold vom Grünflächenamt: „Da stehen nur noch eine Schaukel und eine Rutsche.“ Sie will das ändern: Eine große Rasenfläche soll mit einem Kletterparcours für die Größeren bestückt werden. Der Ortsbeirat, der Geld dazugegeben hat, stimmte für die Umgestaltung, die schon im Herbst beendet sein könnte.