Wegen Coronavirus: Feuerwehren tagen nicht

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 Symbolfoto: photoguns - stock.adobe

Sie wollen nicht riskieren, mit dem Coronavirus infiziert zu werden. Die Wetterauer Feuerwehren sagen deshalb ihren für kommenden Samstag geplanten Kreisverbandstag ab.

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WETTERAUKREIS. Sie wollen nicht riskieren, mit dem Coronavirus infiziert zu werden. Die Wetterauer Feuerwehren sagen deshalb ihren für kommenden Samstag geplanten Kreisverbandstag im Bürgerhaus von Eichelsdorf ab. Ein neuer Termin wird voraussichtlich für das zweite Halbjahr angesetzt, sagt der Verbandsvorsitzende und Kreisbrandinspektor Lars Henrich am Dienstag.

"Die Folgen eines Verdachtsfalles unter unseren Feuerwehrangehörigen wären besonders dramatisch. Den gesundheitlichen Schutz unserer Feuerwehrleute sehen wir als das höchste Gut an, und die Sicherstellung einer funktionierenden Gefahrenabwehr hat oberste Priorität", sagt Henrich. Die Verschiebung führt auch dazu, dass Landrat Jan Weckler, seine Stellvertreter Stephanie Becker-Bösch und Matthias Walther und die Abgeordneten Bettina Müller und Peter Heidt (beide im Bundestag), Tobias Utter, Norbert Kartmann und Lisa Gnadl (im Landtag) am kommenden Samstag bei ihren Familien bleiben können.

Je weniger Menschen sich an einem Ort versammeln, desto langsamer kann sich das Virus nach Erkenntnissen der Fachleute ausbreiten. Deshalb macht die Verschiebung des Treffens am Samstag nach Ansicht der Feuerwehrleute einen Sinn. Bis zu 300 Feuerwehrvertreter hätten sich im Saal in Eichelsdorf versammelt. Sie wollten dort über ihren Haushalt reden, Wahlen und Ehrungen abhalten und den Kreisfeuerwehrtag für 2023 vergeben. Die Wetterau stellt einen der größten Feuerwehrverbände in Hessen. Sie hat 149 Freiwillige Feuerwehren und rund 25.000 Mitglieder, darunter etwa 4400 in den Einsatzabteilungen.

Abgesagt worden ist derweil auch die Jahreshauptversammlung der Feuerwehren der Gemeinde Ranstadt. Sie hätte kommenden Freitag stattfinden sollen. Die Absage, so heißt es, erfolge "aus Vorsorge und aus Gründen der Reduzierung von Ansteckungsgefahren".

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Auch der Vorstand sowie die Geschäftsführung der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Oberhessen haben nach eingehender Beratung mit Blick auf das bestehende Risiko einer möglichen Infizierung mit dem Coronavirus die Entscheidung getroffen, die für Freitag geplante Freisprechungsfeier im Kraftfahrzeuggewerbe im Kulturzentrum in Buseck (Landkreis Gießen) kurzfristig abzusagen.

Diese Entscheidung hätten sich die Verantwortlichen der Innung nicht leicht gemacht, schließlich stelle die Freisprechung einen wichtigen und entscheidenden Schritt im beruflichen Werdegang dar. "Wir möchten es trotzdem nicht versäumen", so heißt es in einer Erklärung, "allen Junggesellinnen und Junggesellen zur erfolgreich bestandenen Gesellenprüfung zu gratulieren und sprechen allen hierzu unsere herzlichsten Glückwünsche aus."