Rheinhessischer Riesling bei „Place de Bordeaux“ aufgenommen

Besiegelten in Bordeaux die Vertriebspartnerschaft: Carolin Spanier-Gillot und Geschäftsführer Frank Lederer vom Handelshaus Ginestet. Foto: Spanier-Gillot

Ein Riesling des Weingutes Battenfeld Spanier aus Rheinhessen wird nun am berühmten globalen Handelsplatz „Place de Bordeaux“ gehandelt. Was dahinter steckt.

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BODENHEIM/HOHEN-SÜLZEN. Hohe Ehre für die beiden Spitzen-Weingüter Kühling-Gillot (Bodenheim) und Battenfeld Spanier (Hohen-Sülzen): Ihr trockener C.O. Riesling „Liquid earth“ wird am berühmtesten globalen Handelsplatz für Spitzenweine, dem „Place de Bordeaux“, gehandelt. „Als erstes deutsches Weingut sind wir mit dem ersten Riesling weltweit dort vertreten. Es erfüllt uns mit unglaublichem Stolz, Teil dieser Distribution zu sein“, kommentiert Carolin Spanier-Gillot den Erfolg, die mit ihrem Mann Hans Oliver Spanier die Betriebe führt.

Handelsplatz für die rarsten Weine der Welt

Von Bordeaux aus würden die teuersten und rarsten Weine der Welt gehandelt. „Früher waren das nur Bordeaux-Weine, aber in den letzten Jahren kamen bekannte Ikonenweine hinzu, wie etwa aus den USA (Opus One) und Italien (Masseto). Endlich hat der Riesling hier einen Platz unter den bedeutendsten Weinen der Welt, und wir hoffen, nicht die Einzigen zu bleiben“, unterstreicht Carolin Spanier-Gillot.

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Vertriebspartner ist das „Maison Ginestet“, eines der führenden Handelshäuser in Bordeaux. Directeur Général Franck Lederer freut sich über den Coup, dem trockenen deutschen Riesling mit der Distribution über sein Haus eine weltweite Plattform bieten zu können. „Der deutsche Weißwein und vor allem die biologisch-dynamisch erzeugten Herkunftsweine von H.O. Spanier haben ihren Platz in den besten Restaurants und auf den Tafeln begeisterter Weinenthusiasten rund um den Globus verdient. Wir sind stolz und froh, unseren Beitrag zu leisten“, so Franck Lederer. „Einen Partner, der über mehr Sinn für unsere kompromisslosen, feinen Rieslinge verfügt und mehr hochwertige Kontakte weltweit vorhält, hätten wir uns nicht wünschen können. Ginestet handelt mit vielen unserer absoluten Lieblingsweine, und wir sind glücklich, uns hier mit den eigenen Gewächsen einreihen zu dürfen“, führt Hans Oliver Spanier begeistert aus.

Der Riesling „C.O.“ stammt stets von den felsigsten, steinigsten Stücken des Zellertals, zwischen Frauenberg und Zellerweg am „Schwarzen Herrgott“ gelegen. Die Trauben werden immer erst zum Leseabschluss geerntet. Eine Selektion der ältesten Reben aus den besten Parzellen also – die Herkunft ist damit, wie bei etlichen raren Weinen aus dem Burgund oder dem Piemont, nicht deckungsgleich mit der Lagenklassifikation. Die wichtigsten Parzellen befinden sich im Alleinbesitz des Weinguts und wurden daher 1998 nicht klassifiziert. Diese werden im Volksmund „Bei den Felsen“ genannt – ein Hinweis auf den kalkhaltigen und felsigen Untergrund. Hier fehlt jedwede Frucht, aber viel Salz, Stein, Kalkstein und mineralische Würze sind gegeben, deshalb der Namenszusatz „Liquid Earth by H.O.“ „Dass wir mit unserem Spitzenriesling C.O. starten dürfen – dafür gibt es keine Worte. Nur Freude und Dankbarkeit“, resümiert Carolin Spanier-Gillot.

Unterirdischen und naturkühlen Reifekeller gebaut

Hans Oliver und Carolin Spanier haben einen unterirdischen und naturkühlen Reifekeller von 1800 Quadratmetern am Produktionsstandort Hohen-Sülzen bauen lassen. Eine große Investition für das Weingut, aber die ideale Voraussetzung, um perfekt gereifte, außergewöhnliche Weine auf den Markt bringen zu können. „C.O.“ wird erst nach einigen Jahren Flaschenruhe im Reifekeller lanciert. Einer der ganz wenigen Weißweine weltweit, die der Öffentlichkeit erst im perfekten Zustand gezeigt werden. Ginestet vertreibt nun zunächst den 2017er, allerdings nicht in Deutschland und Österreich. Dort setzt die Familie Spanier-Gillot weiterhin auf ihre langjährigen Vertriebspartner.