Ludwigshafen: Grundwasser mit Uran belastet

Ludwigshafen (Symbolbild) Archivfoto: Stadt Ludwigshafen

Nach Informationen des Wochenmagazins "Der Spiegel" sollen Teile des Ludwigshafener Grundwassers "punktuell" mit Uran belastet sein.

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LUDWIGSHAFEN. Nach Informationen des Wochenmagazins "Der Spiegel" sollen Teile des Ludwigshafener Grundwassers "punktuell" mit Uran belastet sein. Dazu weise ein Gelände im Stadtteil Rheingönheim erhöhte Werte des radioaktiven Edelgases Radon auf. Das Magazin beruft sich dabei auf ein Gutachten der Landesbehörde Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd. Demnach seien im Grundwasser bis zu 140 Mikrogramm Uran pro Liter Wasser festgestellt worden. Zum Vergleich: Für Trinkwasser beträgt der Grenzwert 10 Mikrogramm. Die SGD Süd habe dem "Spiegel" mitgeteilt, dass eine Nutzung des Grundwassers im betroffenen Bereich untersagt sei, und daher für Mensch und Tier keine Gefährdung bestehe. Der Hannoveraner Radioökologe Clebens Walther (Leibniz Uni) vergleicht die Wasser-Kontamination mit einem Acht-Stunden-Flug in einem Passagierflugzeug.

Neu sind die Belastungen für das Fachmarktzentrum "Am Sandloch" in Rheingönheim dagegen nicht. Bereits 2008 wurden radioaktive Altlasten auf dem Areal einer ehemaligen Chemiefabrik festgestellt. Wichtigster Mieter auf dem Gelände ist heute ein Rewe-Markt. Laut "Spiegel" seien durch Messgeräte temporär höhere Richtwerte des Edelgases Radon festgestellt worden. Ein Investor sanierte später das Gelände. Die Stadtverwaltung Ludwigshafen und die SGD Süd waren bis zum Redaktionsschluss dieser Zeitung nicht für eine Stellungnahme erreichbar.