Tote in Rheinhessen: Polizei geht von Gewaltverbrechen aus

Ein Blaulicht auf einem Polizeiauto. Symbolfoto: dpa

Im Juni war bei Münster-Sarmsheim eine verbrannte Frauenleiche gefunden worden. Die Ermittler hoffen bei der Identifizierung der Toten auf Hinweise aus der Bevölkerung.

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MÜNSTER-SARMSHEIM/MAINZ. Nach dem Leichenfund bei Münster-Sarmsheim am 15. Juni bitten Polizei und Staatsanwaltschaft nun um Mithilfe. In einer gemeinsamen Pressemitteilung erklären die Behörden, dass es sich bei der gefundenen toten Person um einen verbrannten weiblichen Leichnam handelt.

Die Frau wurde am 15. Juni gegen 1.30 Uhr in der Nacht unter einer Autobahnbrücke (A61) und nahe der B48 bei Münster-Sarmsheim gefunden. Wie die Polizei mitteilt, konnte die Verstorbene allerdings noch nicht identifiziert werden. Da von einem Gewaltverbrechen auszugehen ist, wurde von der Kriminaldirektion Mainz die Sonderkommission "Luna" eingerichtet.

Die Polizei beschreibt die tote Frau wie folgt:

20 bis 45 Jahre alt und weiblich 1,55 Meter bis 1,75 Meter groß mindestens 15 Zentimeter lange Haare, am Hinterkopf zum Zopf gebunden (Haarfarbe unbekannt) zu kurzer Eckzahn oben rechts, Engstand in der Ober- und Unterkieferfront (Eckzähne vorne verschoben, stehen hervor)

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Grafische Darstellung des charakteristischen Zahnschemas der unbekannten Toten. Foto: Polizeipräsidium Mainz
Grafische Darstellung des charakteristischen Zahnschemas der unbekannten Toten. (© Polizeipräsidium Mainz)

Folgende Fragen stellen die Ermittler und bitten um Mithilfe aus der Bevölkerung:

Werden Personen vermisst, auf die die Beschreibung zutrifft? Sind Personen mit dem beschriebenen charakteristischen Zahnschema bekannt? Wer hat in der Nacht von Dienstag, 14. Juni, auf Mittwoch, 15. Juni, im Bereich Münster-Sarmsheim oder der A61 Auffälligkeiten festgestellt? In dieser Nacht war Vollmond Wer kann sich an Personen, Fahrzeuge oder weitere Fortbewegungsmittel erinnern, die sich nachts im Bereich Münster-Sarmsheim, Rümmelsheim, Dorsheim und Laubenheim bewegt haben?

Hinweise nimmt die Kripo in Mainz unter der Rufnummer 06131-653633 entgegen. Hinweise können auch per E-Mail direkt an die Sonderkommission übermittelt werden: kdmainz.sokoluna.hinweise@polizei.rlp.de.

Von Max Schirp