Corona-Testzelt in Osthofen wird abgebaut

Die Teststelle in Osthofen. Archivfoto: BK / Andreas Stumpf

Ab Ende dieser Woche wird es in Osthofen keine „Drive-In“-Abstrichstelle für Corona-Tests mehr geben. Die Teststelle an der Wonnegauhalle wird abgebaut - aus einem...

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OSTHOFEN. Die Tage des Corona-Testzelts in Osthofen sind gezählt. Am Freitag, 8. Mai, soll die „Drive-in“-Abstrichstelle an der Wonnegauhalle letztmalig betrieben werden. Das hat die Kreisverwaltung mitgeteilt. „Nachdem die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Alzey-Worms und in der Stadt Worms gesunken und dadurch die Nachfrage nach Testungen zurückgegangen ist, war die in den vergangenen Wochen gut genutzte und erfolgreich arbeitende Abstrichstelle in Osthofen jetzt zu groß dimensioniert“, heißt es. Das Testzelt in Osthofen war Mitte März in Betrieb gegangen. Dort konnten sich Personen mit Verdacht auf Corona schnell und unkompliziert mit einem Abstrich im Mund durchs Autofenster testen lassen. Hatte man zu Beginn im Zwei-Schichten-Betrieb getestet, war der bereits Anfang April auf nur eine Schicht von drei Stunden reduziert worden. Nun hat die Zahl der notwendigen Tests offenbar weiter abgenommen, sodass das Zelt abgebaut werden kann.

„Ganz herzlich danke ich allen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz in den vergangenen Wochen dazu beigetragen haben, dass die Teststelle in Osthofen hervorragend funktioniert hat und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger vor Ort getestet werden konnten“, dankt Landrat Heiko Sippel.

Doch auch wenn die Abstrichstelle in Osthofen abgebaut werden kann, werden auch in den nächsten Wochen Corona-Tests nötig sein. „Deshalb haben die Verantwortlichen entschieden, eine vom Umfang her reduzierte Abstrichstelle gemeinsam mit der Infektionsambulanz der Ärzteschaft aufzubauen“, heißt es in der Mitteilung der Kreisverwaltung. Diese Teststelle wird unter der Trägerschaft des DRK-Kreisverbands in der Albiger Straße in Alzey errichtet – ebenfalls als „Drive-in“. Auch dort wird man also für einen Test auf das Coronavirus mit dem Auto durchfahren können. Die Infektionsambulanz der Ärzteschaft ist in einem benachbarten Container untergebracht.

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„Wir freuen uns, dass wir ein gemeinsames Angebot vor Ort schaffen können und die kombinierte Infektionsambulanz und Abstrichstelle bereits in der kommenden Woche an den Start gehen kann“, betonen Landrat Sippel sowie die Ärzte Dr. Ralf Schneider und Dr. David Krezdorn. Ab kommenden Montag (Infektionsambulanz) beziehungsweise Dienstag (Abstrichstelle), stehen die neuen Einrichtungen den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. Und zwar weiterhin nur nach vorheriger Terminvereinbarung durch den Hausarzt. Wer Krankheitssymptome zeigt, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hindeuten könnten, muss telefonisch seinen Hausarzt kontaktieren. Dieser stellt die Indikation, meldet den Patienten bei der Infektionsambulanz an (Patienten mit Symptomen) oder faxt eine Überweisung zur Teststelle (zum Beispiel Kontrollabstrich oder symptomlose Patienten). Die bei der Teststelle beschäftigten Mitarbeiter rufen dann den Patienten an und vereinbaren einen Termin zum Test oder zur Untersuchung. Das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Alzey-Worms sowie die Alzeyer Ärzteschaft weisen ausdrücklich darauf hin, dass ein Besuch der beiden Einrichtungen nur dann durchgeführt werden kann, wenn die Überweisung des Arztes eingetroffen ist und ein Termin vereinbart wurde. Ohne Termin werde man aus organisatorischen Gründen und aus Gründen der Sicherheit abgewiesen.

Von Pascal Widder