Leben mit und von den Weinbergen

Wingertshaisjer in Dittelsheim-Heßloch ist der Titel der Dokumentation. Foto: Herbert Morch

Ein neues Buch über „Wingertshaisjer in Dittelsheim-Heßloch“ im Wonnegau zeigt deren frühere Bedeutung für die Winzer auf.

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DITTELSHEIM-HESSLOCH. „Wingertshaisjer in Dittelsheim-Heßloch“ lautet der Titel einer Neuerscheinung. Das Buch vom Verfasser Herbert Morch enthält eine Dokumentation der noch vorhandenen Wingertshäuschen in der Gemeinde. Neben der jeweiligen Weinlage sind auch die örtlich gebräuchlichen Flurnamen genannt. Der Autor macht sich Gedanken darüber, wie diese Flurnamen entstanden sein können und was sie bedeuten. Woher kommen etwa Bezeichnungen wie „Lamerich, Hareweg oder Bauzebell?“

Aber das neue Buch enthält noch einiges mehr: Ausführlich beschreibt Herbert Morch, wie die Menschen früher mit und von ihren Weinbergen gelebt, wie sie gearbeitet haben und welchen Zweck die Wingertshäuschen für sie hatten. War früher die Arbeit im Wingert ausschließlich Handarbeit, wurde diese in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts mehr und mehr durch Maschinen ersetzt. Es folgte ein umfassender Strukturwandel, mit ausgelöst durch wetterbedingte Ernteausfälle oder einen ruinösen Preisverfall für den Verkauf von Fasswein.

Nicht zuletzt befasst sich das Buch ausführlich mit dem Weinbergsschutz und den Wingertsschützen, für die die Wingertshäuschen als Stützpunkte von Bedeutung waren.

Mehrere Mundartgedichte, die mit einigem Augenzwinkern verfasst wurden, laden zudem hin und wieder zum Schmunzeln ein.

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Das Buch ist zum Preis von sieben Euro zu beziehen beim Verfasser: Herbert Morch, Telefon 06244-73 50, Mail: herbert.morch@web.de sowie im Laden von Blumen und Geschenke Eppelsheimer.