Baumpflanzaktion in Dittelsheim-Heßloch

Besonders sinnträchtig war die Baumpflanzaktion von Familie Winter mit Liv, Ava (im Babykorb), Hillevie, Veerle und Maximilian, die damit dem verstorbenen Sohn und Bruder gedenken wollen. Foto: pa/Stumpf  Foto: pa/Stumpf

Den Naturschutz, die Landschaftspflege und den Umweltschutz durch Erhöhung des Anteils der Waldflächen in Rheinhessen zu fördern, das ist Sinn und Zweck der Stiftung „Wald...

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DITTELSHEIM-HESSLOCH. Den Naturschutz, die Landschaftspflege und den Umweltschutz durch Erhöhung des Anteils der Waldflächen in Rheinhessen zu fördern, das ist Sinn und Zweck der Stiftung „Wald zum Leben“, die Hans Steinbronn aus Mainz-Gonsenheim und seine Familie gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten Rolf Raible 2011 gegründet hatten. Die Vision: Die rheinhessischen Orte sollen wieder eigene Waldstücke bekommen. Doch dafür braucht es Geld, Flächen und engagierte Mithelfer – und dafür kämpft die Stiftung unermüdlich – und erfolgreich.

Erlebnispädagogisches Programm für Familien

So hat die Stiftung bereits zahlreiche Pflanzaktionen realisieren können, die mitunter Volksfestcharakter haben, weil sie sich an den Familien orientiert. Beispielsweise durch ein erlebnispädagogisches Programm, das im Rahmen der diversen Pflanzaktionen für lehrreiche Abwechslung und Unterhaltung sorgt.

Am Samstag hat die Stiftung nun in Kooperation mit der Krankenkasse „BKK advita“ eine Baumpflanzaktion in Dittelsheim-Heßloch organisiert. Bei dieser Krankenkasse können Mitglieder ihre Prämie für ein neu gewonnenes Mitglied unter anderem in eine Baumpatenschaft investieren. „Mit der Aktion wollen wir unsere Verantwortung für eine gesunde Natur und Umwelt zeigen“, erklärte Vorstand Norbert Pasternack. 52 Bäume sowie mehr als 100 Sträucher haben fleißige Helfer innerhalb eines halben Tages am Wald- und Heckenstreifen, etwa 100 Meter hinter dem Ortsausgang Richtung Frettenheim, gesetzt.

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Allerdings haben nicht nur BKK-Mitglieder Bäume gestiftet und gepflanzt, auch zahlreiche weitere Interessenten haben engagiert ihr Scherflein beigetragen, damit der Anteil der rheinhessischen Waldflächen tatsächlich Stückchen für Stückchen ansteigen kann.

Rotbuchen in Gesellschaft von Feld- und Berg-Ahorn

Die Beweggründe sind vielschichtig. Umweltschutz und Erhalt des Baumbestandes sind dabei sicherlich vordergründig. Wie etwa bei Familie Winter aus Gonsenheim, wenngleich deren Rotbuche noch für mehr steht. Das Gewächs wurde liebevoll gepflanzt in Gedenken an den kleinen, verstorbenen Sohn – sie soll an seiner statt wachsen und gedeihen.

Die noch kleine Rotbuche ist in Gesellschaft unter anderem von Feldahorn, Hainbuche, Vogelbeere und Berg-Ahorn. Gewächse, die für diesen Standort ausgesucht worden sind und deshalb sicher prächtig gedeihen werden. Jedenfalls hoffen dies alle, die am Samstag mit von der Partie waren.

Von Martina Wirthwein