Aufnahmestopp im Alzeyer DRK-Klinikum aufgehoben

aus Coronavirus-Pandemie

Thema folgen
Der am Montag ausgerufene Notstand im Alzeyer DRK-Krankenhaus ist jetzt zurückgenommen worden.      Foto: pakalski-press/Boris Korpak

Nachdem das DRK-Krankenhaus am Montag den Notstand ausgerufen hat, wurde dieser jetzt aufgelöst. Das Besuchsverbot bleibt bestehen. So ist nun die Lage im Haus.

Anzeige

ALZEY. Wechsel von „Schwarz“ zu „Rot“ – der Aufnahmestopp im DRK-Klinikum ist aufgehoben worden. Das teilt die Personalleiterin und stellvertretende kaufmännische Direktorin Martina Schmitz am Freitagvormittag mit.

Am vergangenen Montag herrschte im DRK-Krankenhaus noch ein Notstand. Es habe nicht nur einen zu hohen Krankenstand bei den Mitarbeitern gegeben, sondern auch eine stetig wachsende Zahl an Corona-Fällen unter den Patienten. Am Montag waren es noch 34 Corona-Fälle. Deshalb musste die Klinik „schwarz-gemeldet“ werden, wie Schmitz berichtet. Mit anderen Worten: Die Einrichtung verhängte einen Aufnahmestopp, mit dem ein Besuchsverbot einherging.

Nun gilt Vorstufe "Rot"

Jetzt wurde die Schwarz-Meldung aufgehoben, wodurch erneut die Vorstufe „Rot“ im Klinikum gelte, wie Schmitz erklärt. Das bedeutet: Einweisungen sollen weiterhin im besten Fall an anderer Stelle erfolgen. „Der Krankenstand im Pflegedienst hat sich etwas verbessert und die Anzahl der positiv auf Corona getesteten Patienten ist ebenfalls zurückgegangen“, sagt Schmitz zur aktuellen Lage im Krankenhaus. Am Freitagnachmittag waren es 13 Corona-Patienten im Haus. Trotzdem spricht die stellvertretende kaufmännische Direktorin von einem „nur kleinen Rückgang der Corona-Erkrankungen“ beim Personal. „Für einen Mitarbeiter, der negativ getestet wird, fällt zur Zeit dann wieder ein anderer mit positivem Test aus“, betont sie.

Anzeige

Auch aus diesem Grund bleibe das Besuchsverbot vorerst bestehen. „Zumindest noch über das Wochenende“, erklärt die Personalleiterin. Schließlich seien die Besuche voraussichtlich die „Quelle der Corona-Erkrankungen“ im Haus gewesen.

Doch was halten die Patienten von dem Verbot? Viele würden mit Verständnis reagieren. Ausnahmen gibt es laut Schmitz trotzdem: Schwerkranke Patienten dürften in Absprache mit dem Pflegedienst Besuch empfangen. Die Besucher müssen dann einen tagesaktuellen Schnelltest vorzeigen und im gesamten Haus eine FFP2-Maske tragen. Diese Regelung werde auch nach Aufhebung des Besuchsverbots weiterhin bestehen bleiben, sagt die Personalleiterin.

Von der Stufe „Rot“ ist der chirurgische Bereich ausgenommen. Hier herrscht wieder Stufe „Grün“. So werde versucht, die abgesagten Operationen „sukzessive nachzuholen“. Schmitz betont abschließend: „Vorteilhaft für die Gesamtsituation ist lediglich, dass sich die Personalsituation im Bereich der Intensivstation aktuell etwas entspannt hat und die Besetzung für die nächsten Tage gesichert ist.“

Anzeige