Kreis Alzey-Worms soll grüner und innovativer werden

Bei einer Online-Befragung wünschen sich Bürger mehr Klima- und Naturschutz. Wie es nun mit dem Kreisentwicklungskonzept und der Dorferneuerung weiter gehen soll.

Anzeige

ALZEY-WORMS. (red). Die Arbeiten am Kreisentwicklungskonzept (KEK) gehen planmäßig voran. Die Bestandsanalyse wurde bereits im Mai abgeschlossen, die wichtigsten Ergebnisse in der Auftaktveranstaltung vorgestellt. Mittlerweile wurden auch die Ergebnisse der Online-Bürgerumfrage vorgelegt. Sie deuten darauf hin, dass der Kreis nach Auffassung der Mehrheit der Befragten grüner, flexibler und innovativer werden soll. Insbesondere Nachhaltigkeitsthemen wie Klimaschutz oder Naturschutz werden als wichtige Zukunftsthemen angesehen. Die Mehrheit der Befragten ist auch der Auffassung, dass die Gemeinden nicht mehr in größerem Umfang Wohnbaugebiete ausweisen sollten. Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmenden hat ein positives Bild vom Landkreis und beschreibt ihn mit Begriffen wie lebenswert, schön, Heimat, gesellig und Lebensfreude.

Die Ergebnisse der Bürgerumfrage sowie der Bestandsanalyse können auf der Projekt-Webseite eingesehen und heruntergeladen werden: https://entraportal.de/kreisentwicklungskonzept-alzey-worms/. Diese Ergebnisse sind zudem wichtige Grundlagen für die zweite Phase des Konzeptes. Diese sieht öffentliche Themenworkshops vor, in denen die Erkenntnisse mit der Politik sowie den Bürgern erörtert werden und Ziele für die Entwicklung des Kreises formuliert werden sollen. Hierzu sind von November bis zum Frühjahr 2023 Workshops zu Themen wie Klimaschutz, Bauen und Umwelt, Bildung und Kultur oder Wirtschaft und Digitalisierung geplant. Die Termine für die Treffen werden rechtzeitig auf der Projekt-Webseite bekannt gegeben.

Auch für den sogenannten „Zukunfts-Check Dorf“, ein weiteres vom Land gefördertes Projekt der Kreisentwicklung, wurde der Startschuss gegeben. Der Zukunfts-Check Dorf zielt darauf ab, die Ortsgemeinden etwa beim demografischen Wandel, der Nahversorgung oder der weiteren Siedlungsentwicklung zu unterstützen. Zudem haben die Gemeinden die Möglichkeit, ihre teils veralteten Dorferneuerungskonzepte zu aktualisieren und mit Bürger-Beteiligung eine Strategie für die Entwicklung ihrer Gemeinde zu erarbeiten. Sie ist Voraussetzung für Fördermittel zur Dorferneuerung. Aktuell sind neun Gemeinden am Zukunfts-Check interessiert. „Es sind noch einige Plätze frei“, ergänzt Kreisplaner Harald Müller, der bei Fragen über die Mail-Adresse mueller.harald@alzey-worms.de erreicht werden kann.