Von Carsten Schröder
Was für ein Kick. Im Nachholspiel der Regionalliga trennten sich Wormatia Worms und 1. FC Köln II am Dienstagabend mit 1:1 (0:1). Es war Fußball. Es war zunehmend aber auch nur noch Stolperfußball auf einem minütlich schlechter werdenden Geläuf, das die Spieler den Grat zur Komik fast zwangsläufig ab und an überschreiten ließ. Und weil sich die Wormaten bis zum Ende mit Kraft und Herz gegen Platz und Gegner stemmten, hätten sie den Sieg vielleicht verdient gehabt.
Die Möglichkeit dazu war sogar da. Als nämlich in der Schlussminute eine Flanke vors Kölner Tor segelte, war es der gerade eingewechselte Imad Kassem-Saad, der zum Held des Abends hätte werden können. Sein Kopfball tickte aber an die Lattenoberkante.
Allerdings: Die Platzelf hätte sich auch frühzeitig einen vielleicht ruhigeren Abend verschaffen können. Mit dem Selbstbewusstsein zweier Heimsiege erwischten die Schützlinge von Trainer Jürgen Klotz einen optimalen Start. Schnell tauchte Manuel Rasp (mal wieder) frei vorm Gästetor auf – und semmelte vorbei (7.). Die Chance selbst war damit aber noch nicht vorüber, war Gästekeeper Roland Müller doch mit den Fingerspitzen an der Kugel gewesen. Die folgerichtige Ecke köpfte Zouhair Boudaoud wuchtig auf den Kasten, wo sich Mahmut Temür nur mit der Hand zu helfen wusste. Klare Sache: „Rot“ für den Kölner und Elfer für Wormatia. Nachdem er zuletzt gegen Bayer Leverkusen II bereits nach zwei Minuten per Strafstoß das entscheidende 1:0 erzielt hatte, ließ sich Marcel Gebhardt die Chance diesmal aber entgehen. Er scheiterte mit einem schwachen Versuch am Gästekeeper.
Mit der vertanen Chance des Wormser Ideengebers war es auch mit den Chancen für Wormatia vorerst mal vorbei. Im Gegenteil sorgten zunächst zwei Standards für Gefahr für den Kasten von Thorsten Müller. Einen von Stephan Salger auf den langen Pfosten gezirkelten Freistoß lenkte der VfR-Keeper aber ebenso zur Ecke (11.) wie drei Minuten später eine vom Winde verwehte Salger-Ecke. Nach 22 Minuten war es dann aber doch passiert: Als sich die Wormaten mühten, die Kölner Speerspitze Simon Terrode ins Abseits laufen zu lassen, ersprintete sich Thiome-Jerome Kialka aus dem Rücken der Abwehr die Kugel – und netzte zur Gästeführung ins rechte Toreck ein (22.).
Sechs Minuten später hätte die Kölner „Zehn“ sogar nachlegen müssen. Als sich Terodde fast auf der Torauslinie durchtanzte und die Kugel vors Tor gab, trat dort aber der frei vorm Kasten stehende Kialka halb über den Ball und verzog.
Die zweite Hälfte bot schließlich – auf beiden Seiten – Stolperfußball pur. Mit dem Wind im Rücken drängten die wacker ackernden Wormaten die Gäste aber immerhin an deren Strafraum. Und der Ausgleich war deshalb letztlich ebenso folgerichtig wie verdient: Als Gebhardt dem bereitstehenden Rasp den Ball mustergültig servierte, fand dieser aus 14 Metern die entscheidende Lücke und belohnte sich für seinen Einsatz der vergangenen Woche mit dem Ausgleichstor. Und am Ende hätte es eben sogar noch mehr sein können. Kassem-Saad. Latte. Pech.

Berichterstattung
Ich frage mich auf welcher Seite dieser Herr Schröder steht .....
Ich hab selber mal Fussball gespielt und ob nun Rasenplatz oder Hartplatz, bei solchen Bedingungen kann man kein Top-Spiel erwarten.
Die Mannschaft hat Ihr bestes gegeben, und das ist was zählt.
Schade das Herr Klotz nicht von Anfang an die Leitung hatte, es wäre vllt mehr drin gewesen als sich nur noch Ehrbar aus der Regionalliga verabschieden zu wollen.