Schiedsrichter-Turnier ein Dauerbrenner
28.12.2012 - GAU-ODERNHEIM
Von Claus Rosenberg
HALLENFUSSBALL In der ersten Januar-Woche wird in Gau-Odernheim der Kreismeister gesucht / Sparkasse spendiert pro Tor fünf Euro
Ob inoffiziell oder offiziell - die Hallenfußball-Kreismeisterschaft, die die Kreisschiedsrichtervereinigung in der ersten Januar-Woche veranstaltet, ist wieder hochkarätig besetzt. Ataspor Worms wird es nicht leicht fallen, den Titel in der Gau-Odernheimer Petersberghalle zu verteidigen. Der VfR Wormatia Worms II, der im vergangenen Januar den Spott des gescheiterten Favoriten ertragen musste, ist ebenso mit von der Partie wie RWO Alzey und die TSG Pfeddersheim. Außerdem haben fürs Topturnier der amtierende Vizekreismeister TSV Schornsheim sowie der bärenstarke Bezirksligist TSV Gundheim gemeldet.
Freude über ein gut besetzter Turnier
Kalli Appelmann, der Obmann der Schiedsrichervereinigung, ist zufrieden mit der Resonanz: „Das Turnier ist stark besetzt. Und mit 57 Mannschaften haben wir fast genauso viele wie bei der jüngsten Auflage. Lediglich der Kreis Worms könnte etwas stärker vertreten sein“, sagte der Alzeyer bei der Vorstellung der Temine.
Demnach wird die Turnierserie genauso ablaufen wie zuletzt. Vor der Finalveranstaltung am 6. Januar mit der sportlichen „Créme de la Créme“ des Kreises wird es vier Qualifikationsturniere geben, die ebenfalls viel Spannung versprechen. Die Sieger sowie ein Zweiter qualifizieren sich fürs Topturnier. Mit im Boot ist auch wieder die Sparkasse Worms-Alzey-Ried, die jedes Tor mit fünf Euro belohnt. Diese Einnahmen der fünftägigen Veranstaltung kommen einem sozialen Zweck zugute. Welchem, sagte Appelmann, sei noch nicht besprochen.
Von der Größenordnung her eine Ausnahme
Die Schiedsrichtervereinigung hebt abermals die Welt aus den Angeln, um eine gut organisierte, vorbildliche Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Die stolze Zahl von 60 Unparteiischen werden sich um den reibungslosen Ablauf kümmern. Nur wenige Vereinigungen im Südwestdeutschen Fußballverband (SWFV) stemmen ein solches Mega-Event. Zwar ist es durchaus Brauch, dass die Vereinigungen in den Wintermonaten Hallenfußballturniere organisieren. In der Regel laden sie dazu aber nur die Schiedsrichter aus den Nachbarkreisen ein und kicken unter sich. Ein Turnier von der Größenordnung wie im Kreis Alzey-Worms sei die Ausnahme, sagt Appelmann.
Die hiesigen Schiedsrichter organisieren allerdings ganz bewusst eine derart aufwändige Veranstaltung. Und das aus vielerlei Gründen: „Die Vereine kommen gerne zu unserem Turnier. Außerdem ist es eine gute Tradition, an der man festhalten sollte“, erläutert Kalli Appelmann. Schon vor dem Zusammenschluss der Kreise Worms und Alzey hatte das Turnier einen festen Platz in seinem Terminkalender. Er - und seine Kollegen - schätzen, dass man sich bei dieser Gelegenheit kennenlernt. Untereinander im Schiedsrichterlager, aber auch Schiedsrichter mit Fußballern sowie Fußballer mit Fußballern. „Das ist der Weg, wie wir alle miteinander ins Gespräch kommen“, sagt der Obmann, der den sozialen Touch des Events ausdrücklich betont.

