Die Weichen werden gestellt
26.11.2011 - WORMS
Von Carsten Schröder und Lukas Gutzler
FUSSBALL Drei Topspiele in der Bezirksliga
In der Fußball-Bezirksliga wartet ein besonderer Spieltag, sind doch beim Rückrundenstart - mit Ausnahme von Schott Mainz II - alle Spitzenteams am Sonntag ab 14.30 Uhr unter sich: Primus Ataspor Worms gastiert bei der TSG Hechtsheim, der TSV Gundheim in Nieder-Olm und die Nibelungen in Schornsheim.
„In diesem Spieltag steckt schon viel Brisanz“, findet nicht nur Arno Bauer. Der Nibelungen-Trainer glaubt, dass hier die Weichen gestellt werden: „Wer am Wochenende als Sieger vom Platz geht, kann sich erst mal oben festsetzen.“ Nichts anderes haben auch die „Grünhemden“ im Sinn. Zwar könne er auch mit einem Unentschieden leben, „aber nur wenn die Konstellation damit insgesamt nicht schlechter wird“, sagt Bauer. Nach dem 2:1-Sieg vergangene Woche in Hechtsheim hat der ASV Lust auf mehr. Bauer lobte hinterher vor allem die kämpferische Einstellung seiner Mannen, nachdem es zuvor in Gundheim und gegen Ataspor lediglich zu einem Zähler gereicht hatte. „Unsere Ergebnisse waren durchschnittlich“, fasst der Übungsleiter zusammen und bekennt: „Damit kommt man nicht weiter.“
Nun soll es wieder nach vorne gehen, wenngleich sich die Nibelungen auf einen heißen Tanz eingestellt haben. Auch vom deutlichen 4:0-Hinspielsieg lässt sich Bauer nicht blenden. Er erinnert sich: „In der ersten Halbzeit hatten sie die bessere Spielanlage.“ Personell geht der ASV zwar „etwas auf dem Zahnfleisch“. Bauer schiebt aber nach: „Die Jungs, die nachrücken, stellen ja immer wieder Ansprüche...“
Die Nibelungen haben es also vorgemacht, Spitzenreiter Ataspor möchte es in Hechtsheim nachmachen. Dabei setzt Trainer Levent Cimen auf die gewonnene Stärke durch die Rückkehr des zuletzt gesperrten Emre Günes sowie Patrick Bourabha, der nach langer Verletzung Fuß fasst. So soll es nach zuletzt eher schwachen Auftritten in der Fremde nun zum Sieg reichen, auch wenn er einen starken Gegner erwartet - und einen schlechten Kunstrasen: „Eine Katastrophe.“
Zusätzliches Selbstvertrauen sieht Cimen in seiner Truppe auch durch den jüngsten 2:0-Sieg gegen Gundheim gewachsen. Den TSV lobt er „als eine der stärksten Mannschaften, die das Potenzial hat, noch weiter nach oben zu kommen“. Zugleich bedauert er die Begleitumstände der Partie, war doch ein Hickhack um die Ansetzung in Anfeidungen seitens Ataspor übers Internet gemündet und hatte das Klima vergiftet. „Das darf nicht sein und wird es nicht wieder geben“, sagt er nach einer internen Sitzung. Er betont aber auch, der Gegner dürfe sich nicht zu Beleidigungen hinreißen lassen.
Eine erneute Knobelaufgabe wartet auch auf den TSV Gundheim selbst. Die Gutzler-Elf reist zum FSV Nieder-Olm, der sich immer näher an die Tabellenspitze herangepirscht hat. Im Tabellenkeller muss Eintracht Herrnsheim zum „Sechs-Punkte-Spiel“ beim 1. FC Nackenheim. Auch der TuS Hochheim (gegen FSV Saulheim) und Germania Eich (bei der SG Nieder-Wiesen) haben nichts mehr zu verschenken.
