Neuhauser Sängerquartett unterhält Senioren bei Sitzung mit Kokolores
11.02.2012 - NEUHAUSEN
(sd). Bei ihrer Seniorensitzung haben die Akiven des Neuhauser Sängerquartetts unter der Regie von Monika Sauerwein drei Stunden lang ein Spektakel auf die Bühne gebracht, bei dem kein Auge trocken blieb. Großen Anteil daran hatten die beiden Moderatorinnen Monika Bender und Gisela Burkhard.
Den Büttenreigen eröffnete der Ur-Fastnachter Heinz Erzberger mit gereimten Versen über Lobenswertes, aber auch Kritisches in Worms. „In jedem Haushalt in de Eck, steht en Ämer fer de Dreck“, meinte danach Gisela Burkhard, und das Publikum amüsierte sich köstlich darüber, was sie darin alles entsorgte: „De Deckel uff, un nix wie noi!“
Mit zwei schnellen Tänzen warteten die Damen der Seniorentanzgruppe des Rheindürkheimer DRK auf. Sie durften die Bühne nicht ohne Zugabe verlassen. Auch der Beitrag von Erika Becker wurde mit viel Beifall belohnt, denn ihre Jugendliebe, von der ihr nur ein Bild geblieben war, entpuppte sich doch glatt als Hansi Hinterseer. Auch danach ging es heiß her: „Mein Masseur heißt André, der entspannt mich genial“, verkündete doch „Stadtfrau“ Monika Bender. „Und mich entspannt de Knecht im Heu drauß optimal“, konterte daraufhin „Landfrau“ Gisela Lahr.
Die „Rohrlacher Freunde“ (Werner Kennel, Alfred Klippel, Manfred Lorentz, Johann Biemanns; musikalische Leitung: Peter Buhl) punkteten mit einfallsreich umgetexteten und auf Worms bezogenen Liedern, bevor der Vortrag von Monika Sauerwein wahre Heiterkeitsausbrüche hervorrief: „Mein Opa dachte oft an Mord, wenn seine Gattin pfiff zum Sport“, kalauerte sie und kommentierte eiskalt seinen Sturz vom Rad: „Des hot a sein Nutze, jetzt brauchsche morgens kä Zäh mer zu butze!“
Waltraud Orlemann erheiterte als angesäuselte Weinkönigin, und schon beim Einzug der vom Pflegenotstand betroffenen „Heimbewohnerinnen“ tobte der Saal. Sie machten unter dem Kommando ihrer „Pflegerin“ Gisela Burkhard Abend-„Toilette“ in zweifacher Hinsicht (Mitwirkung: Hannelore Baaden, Irma Christmann, Friedchen Holstein, Christa Morweiser, Elisabeth Tannenberger und Anita Schmidt).
Pfarrer Klaus Gerstenberg, hatte sich seinen Reim auf die „hohe Politik“ gemacht. Bei ihm bekamen alle ihr Fett weg. Hoch leben, ließ er nur die Senioren - „und wer das nicht will der kriegt auf die Ohren“.
Die viel bejubelte Frauengruppe entwickelte ihren Vortrag spontan auf der Bühne. Heraus kamen zündende Lieder und witzige Dialoge wie: „Unner unserm Bett quietscht e Maus!“ - „Na un? Aoll ich se vielleicht öle?“ Auch ihr Lied über die „Wormser Leit“ wurde zum Saal-Hit.
Da staunten die Neuhauser nicht schlecht, als Pfarrer Gerstenberg als „Biertrinker“ auch komisches Talent bewies. Sein Gegenpart, Weinfreund Adam Schmidt, meinte dazu: „Werd en Biertrinker gebore, is Malz un Hoppe schun velore!“
Was net gemopst werd, werd geklaut: „Helau, ich bin die Gangsterbraut“, rief die junge Nadine Pauly, die zum ersten Male in der Bütt stand und sehr erfolgreich „klaute“. Nur das Knacken des städtischen Safes war ein Flop: Sie fand weder Dollar noch Gulden, nur „Schulden, Schulden, Schulden“.
Eine weitere Lachsalve folgte beim Zwiegespräch von Hannelore Baaden und Monika Sauerwein: „Neilich hot mein Mann gsat: Aaach Fraa, doi Esse des vegeht mer jo grad uff de Zung! Des war mir jo so peinlich!“ - Warum? - „Ei ich hatts vergesse aufzu taue!“
Mit weiteren Hits der Rohrlacher Freunde und dem „Lied der Lieder“ („So ein Tag, so wunderschön wie heute“) feierte die Narrenschar das große Finale einer gelungenen Sitzung.
