Von Yasmin Hameed
LEITBILD Kerschensteiner-Grundschule und Kitas arbeiten eng zusammen
Mit der bereits im Leitbild der Schule festgeschriebenen Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Kindergärten hat sich die Kerschensteiner-Grundschule in den letzten Jahren nicht nur landesweit einen guten Namen gemacht, sondern auch eine Vorreiterrolle eingenommen.
Jetzt, nach sieben Jahren enger Zusammenarbeit, ist daraus erstmals eine schriftliche Kooperationsvereinbarung zur konkreten Umsetzung im nächsten Schuljahr hervorgegangen: Ein großer und vor allem gemeinsamer Erfolg, wie Schulleiter Ernst-Josef Bonnkirch und die Vertreter der Kindergärten St. Bonifatius, St. Raphael, "Regenbogen" und "Kleines Meer" bei der offiziellen Vertragsunterzeichnung am Dienstag nun einstimmig betonten.
Zwar ist, wie Bonnkirch dabei erklärte, die "Kooperation zum Wohle der Kinder" zwischen Kindertagesstätten und Grundschulen bereits gesetzlich festgeschrieben, doch eine konkret formulierte und damit verbindlich festgeschriebene Kooperationsvereinbarung, wie sie nun in Horchheim getroffen wurde, hat nicht nur in Worms, sondern landesweit Vorbildcharakter.
Keine Verschulung
Um Vereinheitlichung, dies stellten die beteiligten Kooperationspartner jedoch einhellig heraus, gehe es mit diesen Kooperationsverträgen jedoch nicht, ebenso wenig um eine "Verschulung" der Kindergärten.
Vielmehr bilde die allgemeiner formulierte, 2007 erarbeitete Wormser Rahmenvereinbarung, die zuletzt vom Jugendhilfeausschuss als Empfehlung für alle Wormser Grundschulen und Kindertagesstätten verabschiedet wurde, die gemeinsame Basis. Mit welchen Maßnahmen diese dann in den einzelnen Einrichtung im Schuljahr 2009/2010 konkret umgesetzt werden, haben die Träger jeweils individuell festgelegt.
Denn, nur diese Möglichkeit zur individuellen Ausgestaltung erweist sich als tragfähiges Konzept, ist Bonnkirch überzeugt. "Entscheidend ist immer auch die ganzheitliche Förderung", ist der Schulleiter überzeugt. Dazu gehöre aber auch, dass, abhängig von den Besonderheiten der Kindertagesstätten zwar generell die Förderung der mathematischen, Sprach- und Sozialkompetenz der Kindertagesstätten festgeschrieben und gewährleistet wird, aber zugleich Raum für wichtige Schwerpunktsetzungen bleibt.
Auf Augenhöhe
Dass man in Horchheim zu einer, auf Augenhöhe gemeinsam erstellten Vereinbarung bezüglich der konkreten Kooperationsmaßnahmen gefunden hat, sei beispielgebend, das betonte auch Bürgermeister Georg Büttler. Er lobte vor allem das Engagement der Lehrerinnen und Erzieher, die viel Zeit in das Projekt investierten und auch weiterhin ihren Beitrag zur regelmäßigen Überarbeitung der Vereinbarungen leisten wollen.
