Von Karl
Horchheimer TV entführt beim Schauturnen vor Kulisse der Queen MaryII. / Publikum von Darbietungen begeistert
M. Wirthwein Jede Menge Matrosen, Seeräuber sowie andere Schiffsmänner- und Frauen sind in der Sporthalle der Kerschensteiner Schule gesichtet worden beim großen Schauturnen des Turnvereins Horchheim. Riesig war wieder die Zuschauerresonanz. "Leinen los, TV ahoi" hieß das Motto der mehr als zweistündigen Reise über den vereinseigenen Ozean sportlicher Angebote im rund 1000 Mitglieder starken Verein. Schon die Kulisse, die eine Nachbildung der Queen MaryII. zeigte, deutete die maritime Atmosphäre an. Andreas Blanck hatte sich stilgerecht in Kapitänskluft geworfen und moderierte mit unüberhörbar englischem Akzent, nicht ohne die Veranstaltung gemeinsam mit Hein (Frank Saur) und flotten Sprüchen und Witzen aufzulockern. Dabei benannte er kurzerhand "Queen Mary II." in "King Gernot 49" um. Der Grund: Der Vereinsvorsitzende heißt Gernot Arnold und ist 49 Jahre jung. "Das ändert sich aber noch in den nächsten Tagen", verriet der Moderator gutgelaunt mit Blick auf den anstehenden runden Geburtstag. "Das sportliche Angebot ist auf drei Säulen aufgebaut", erklärte der Vereinschef. Die erste Säule ist das Basisturnen bei Kleinkindern. "Das fängt schon ab dem 20. Lebensmonat mit einem Eltern-Kind-Kurs an. Die zweite Säule ist Ballsport mit Tennis, Tischtennis, Handball und Volleyball. Gesundheitssport steht ebenfalls auf dem Programm und stellt die dritte Säule mit Pilates, Aerobic, Wirbelsäulengymnastik, Wandern, Walking, Tanzen (auch Showtanz) und Kegeln dar. Außerdem gibt es eine Leichtathletik- sowie eine Sportabzeichengruppe. Mit Sprüngen und Balancierübungen an unterschiedlichen Geräten zeigten die Turnkinder, dass sie Spaß an der Bewegung haben. Sie und ihre Übungsleiter hatten das Turnprogramm ebenfalls auf die Seefahrt abgestimmt, und so ließen die kleinen Piraten zwischendurch kräftig die Säbel rasseln. In Petticoats gewandet begeisterte die Tanzgruppe "Fresh and Cool", die Wettkampfgruppe "Freitagsturnen" hatte sich mit den Klängen des Winnetou-Themas ganz auf den "Wilden Westen" eingestellt. Die drei Tennismannschaften sind aufgestiegen, eine spielt sogar mittlerweile in der Rheinhessen-Liga. Mit einer weihnachtlichen Tanzvorführung beeindruckten die Tanzpaare. Zudem hatten auch die Übungsleiter eine Vorführung einstudiert. Mit den Powerfrauen der "Stepp-Aerobic" neigte sich die Veranstaltung dem Ende zu. Natürlich wurden die Leistungen mit frenetischem Applaus gefeiert. "Lob müssen wir auch unserer Turnerjugend zollen", unterstrich Vereinsvorsitzender Arnold, denn die hatte auch den Auf- und Abbau der Kulisse übernommen. Das Highlight war das große Finale mit über 250 Teilnehmern, die in der abgedunkelten Turnhalle mit Knicklichtern in der Hand zu einer Choreografie von Ingrid Blanck zahlreiche Zuschauer zu Tränen rührten.
