Von Susanne Müller
GIFTKÖDER Wieder präpariertes Tierfutter am Fahrweg gefunden
Noch immer gibt es keine Hinweise auf den Tierquäler, der im Bereich des Fahrwegs mit Gift präpariertes Tierfutter ausgelegt hat. Dass der Unbekannte aber weiter aktiv ist, beweisen neuerliche Funde von präparierten Ködern, die dieses Mal weiter in Richtung Osthofen aufgefunden wurden. Die Polizei hat sie gesichert und an ein Labor zur Untersuchung geschickt.
Fünf Hunde verschiedener Halter hatten davon gefressen und konnten nur dank tierärztlicher Behandlung überleben. Zwei Katzen starben elend, nachdem sie von den Giftködern gefressen hatten - eine davon hatte zu einer Gruppe wild lebender Samtpfoten gehört, die vom Verein "Menschen helfen Tieren" in einer Kleingartenanlage versorgt werden. Dieses tote Tier schickten die Tierschützer ebenfalls in ein Labor, um später Beweise zu haben, falls der Täter gefunden wurde.
Und Waltraud Phul, Vorsitzende des Vereins, geht noch weiter. Sie will alle Tierfreunde, die im Bereich des Fahrwegs ihre Hunde ausführen, warnen. Sie hat Hinweise aufgehängt, die auch eventuelle Zeugen aufmerksam machen sollen. Denn die Polizei hat bislang noch keinerlei Spuren, die zu dem Tierhasser führen könnten.
"Das offen hingelegte Futter ist bestäubt mit einer weißlichen Substanz", schilderte sie das Vorgehen des Unbekannten, die Polizei vermutet, dass diese Substanz Wühlmausgift ist. Seit dem Fund der zwei toten Katzen wurde kein vergiftetes Tier mehr entdeckt. Die Tierschützer vermissen aber weiter drei der Katzen, die regelmäßig zu der Futterstelle gekommen waren. "Und Wildtiere, die vielleicht von den Ködern gefressen haben, werden ja wahrscheinlich nie gefunden", so Phul.
