Fritteuse setzt Anbau in Brand
22.02.2012 - HERRNSHEIM
Von Susanne Müller
EINSATZ Wehr löscht Feuer in Küche eines Einfamilienhauses / Keine Verletzten
Schon von Weitem waren sie gestern zu sehen, die Rauchwolken, die aus einem Anwesen in der Hirschgasse drangen. In der Küche eines Einfamilienhauses war eine Fritteuse in Brand geraten, das Feuer griff dann auf den gesamten Raum über.
Die Feuerwehr war nach dem Alarm um 11.15 Uhr rasch vor Ort, im Einsatz waren 35 Mann der Wehren Mitte, Herrnsheim und Abenheim. Die beiden Bewohner des Hauses waren zu keiner Zeit in Gefahr und blieben unverletzt, sie hatten sich ins Freie retten können. Wie der Einsatzleiter der Wehr, Michael Hetzel, erklärte, hatten die Bewohner des Hauses Kräppel backen wollen - die Fritteuse geriet in Brand. Das Feuer habe sich in dem Anbau des alten Hauses rasch ausgebreitet, schließlich sei das Flachdach durchgebrochen. „Der Anbau ist nicht mehr benutzbar, der Sachschaden wird auf rund 50 000 Euro geschätzt“, so Hetzel. Nachbarhäuser wurden durch den Brand zeitweise gefährdet, so auch eine Scheune. Die Wehr konnte jedoch ein Übergreifen der Flammen verhindern.
Hetzel warnt davor, bei Bränden von Öl in der Küche mit Wasser zu hantieren: „Solche Feuer können nur durch Abdecken, etwa mit einem Topfdeckel, dem Deckel der Fritteuse oder auch durch Decken, die darauf geworfen werden, erstickt werden“. Alles andere sei gefährlich. Wenn Wasser auf heißes Fett treffe, komme es zu einer Fettexplosion, die alles in Brand setze.
